Verkehrsunfallbilanz 2012 für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe

polizeistern

Auf den Straßen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe (ohne Autobahnen) wurden im Jahr 2012 von der Polizei 19.283 Verkehrsunfälle registriert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Anstieg von 2,1 Prozent.

Insgesamt 29 Menschen verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Nach den Worten des Ständigen Vertreters der Polizeipräsidentin, Roland Lay, sind dies 15 Verkehrsopfer mehr als noch im Jahr zuvor. Seit Einführung der Unfallstatistik war im Jahr 2011 im Stadt- und Landkreis Karlsruhe auch die bislang niedrigste Zahl von Verkehrstoten zu beklagen gewesen.

Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden ist nach den Worten des Leitenden Polizeidirektors Roland Lay dagegen rückläufig. So habe sich deren Zahl von 2.557 auf 2.469 verringert, was einem Rückgang von 3,4 Prozent entspricht.

Hauptunfallursachen seien nach wie vor Vorfahrtsverletzungen, zu geringer Sicherheitsabstand, Fehler beim Abbiegen und überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit.

Alkohol sei bei 322 Unfällen (Anteilsquote an allen Unfällen: 1,7 %) mit ursächlich gewesen. Bei Unfällen mit Personenschaden lag dessen Anteil mit 5,5 Prozent dagegen deutlich höher.

Zur Bekämpfung der Unfallursachen setzt Lay weiterhin auf Aufklärung und verkehrspräventive Maßnahmen, aber auch auf eine intensive Verkehrsüberwachung durch die Polizei. Die Erfahrung zeige leider, dass bei immer noch allzu vielen Verkehrsteilnehmern eine echte Verhaltensänderung nur über Verwarnungen und Bußgelder zu erreichen sei.

Auch im Jahr 2012 entfernte sich etwa jeder fünfte Verursacher unerlaubt von der Unfallstelle. Hier war eine leichte Zunahme von 4.231 auf 4.241 Fälle zu verzeichnen.

zur vollständigen Pressemeldung

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6 Antworten zu Verkehrsunfallbilanz 2012 für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe

  1. ghg sagt:

    Ein schwerer, nicht gerade ein geringfügiger Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung wurde wie ein Bagatelldelikt beurteilt.

    Das Urteil entspricht einer Straftat von ziemlicher Bedeutungslosigkeit sowie dem allgemeinen Zeitgeist von Urteilen deutscher Verkehrsgerichte.

  2. h - z sagt:

    Im Einzelfall liegen vor:

    1. Fahrlässige Tötung in zwei Fällen
    2. Fahrlässige Körperverletzung in sechs Fällen
    3. Fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs

    Lapidar handelt es sich bei Fahrlässigkeit nur um mangelnde Umsicht und Sorgfalt.

    Wenn die Intensität der Fahrlässigkeit jedoch hoch ist, die Folgen schwer sind und keine Mitschuld der Verletzten besteht, dann scheint die Anwendung einer Strafmilderung mehr als unangebracht zu sein!

  3. -nz- sagt:

    @ ghg am 27. April, 2013

    Versuchen Sie mal die Steuern zu hinterziehen – da gibt es keine Bewährung!

  4. G. H. sagt:

    Fuß vom Gas – das würde auf deutschen Straßen die meisten Menschenleben retten!
    Wir brauchen Entschleunigung (einen von den GRÜNEN gern gebrauchten Ausdruck) im Alltag. Alltagsbelastungen überfordern immer mehr Menschen (Autofahrer).
    Es würde reichen, wenn die vorgeschriebene Geschwindigkeit auch durchgesetzt, d.h. finanziell spürbar geahndet wird.
    Eine Haftstrafe ohne Bewährung wäre in vergleichbaren Fällen (mit Toten und Schwerverletzten) angemessener als mit Bewährung!

  5. ghg sagt:

    Exemplarisch für die Auto-Rasereien und die allgemeine Verkehrsmoral im Straßenverkehr:

    Es wird im Karlsruher Stadtgebiet eine rote Ampel mit Tempo 90 (erlaubt 50 km/h) überfahren, zwei Menschen werden getötet, sechs Menschen werden zum Teil schwer verletzt und der Straßenverkehr wird gefährdet.

    Dafür erhält man (nur) eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, die auch noch zur Bewährung ausgesetzt wird. Dann darf man Widerspruch einlegen. Im April 2014 darf wieder eine Fahrerlaubnis beantragt werden.

    Soll das eine angemessene Strafe sein?

  6. Matz sagt:

    daraus machen die BNN vom Samstag, 2.3.2013, einen Artikel mit der Überschrift: „Mehr Schwerverletzte bei weniger Opfern“.
    Wer lesen kann wird bemerken, dass die Verhältnisse genau umgekehrt sind: „15 Verkehrsopfer mehr als noch im Jahr zuvor“, „Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden ist nach den Worten des Leitenden Polizeidirektors Roland Lay dagegen rückläufig.“
    Auch so kann man Statistiken schönen…

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