Klinik-Schließung auch in Ludwigsburg

von ghg
zu folgendem Artikel in der Stuttgarter Zeitung: „Ludwigsburg: Senioren kämpfen für die Klinik“ (22.02.2012)

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat dem Ludwigsburger Landrat und Kliniken-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Rainer Haas mitgeteilt, dass die Zustimmung des Kreistags als Einwilligung im Vorfeld als auch als nachträgliche Genehmigung zur Schließung der geriatrischen Klinik Ludwigsburg rechtlich zulässig ist.
Am 7. Dezember 2012 hat der Kreistag Ludwigsburg einstimmig seine Zustimmung zum Unternehmensplan 2013 der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH und damit zur Schließung der geriatrischen Klinik Ludwigsburg einstimmig gegeben. Betroffen davon sind 50 Mitarbeiter und 38 Betten.

Maßgeblich beteiligt daran war – wie bei der Brettener Geburtshilfe – Frau Andrea Grebe – die medizinische Geschäftsführerin, die in der Begründung von einem Defizit im Jahre 2011 von 400.000,00 Euro sprach. Ein identisches Defizit aus dem Jahr 2011 wurde auch bei der Brettener Geburtshilfe genannt. Zufall oder Absicht?
Für die geriatrische Rehabilitationsklinik Mühlacker mit 50 Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit und 41 Betten ist also äußerste Vorsicht angesagt. Betroffen wäre der Enzkreis mit Landrat Karl Röckinger im Landratsamt in Pforzheim.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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2 Antworten zu Klinik-Schließung auch in Ludwigsburg

  1. h - z sagt:

    Im Ludwigsburger und Karlsruher Kreistag haben die Mitglieder bereits allerhand gelernt:

    Aufgrund von Begründungen der medizinischen Geschäftsführerin, Dr. Andrea Grebe, je eine Schließung durchführen zu lassen.
    An die Stelle medizinisch motivierter Entscheidungen ist zunehmend der Kampf um die Einhaltung betriebswirtschaftlicher Vorgaben und Benchmark-Erfüllung getreten.

    Gegen die mehr an Gewinn- und Umsatzrendite (in der Krankenhausbranche aktuell jeweils 15 Prozent) als an den medizinischen Bedürfnissen der Patienten orientierte Gesamtfirmenpolitik ist von den Kreisräten aufzubegehren. Schließlich sind sie von den Kreisbürgern und nicht von den Krankenhausrenditejägern in ihre Ämter gewählt worden.

    Das scheinen sie total ausgeblendet zu haben!

    Glücklicherweise oder bedauerlicherweise hat sie um einen Auflösungsvertrag zum 1. März 2013 gebeten!

  2. h - z sagt:

    Wo ist sie denn geblieben – die viel beschworene Solidarität der Arbeitnehmervertretungen mit den Beschäftigten der Regionalen Kliniken Holding RKH GmbH Ludwigsburg – die sich immerhin an elf unterschiedlichen Standorten befinden?

    Von der Solidarität in der Geamtbelegschaft mal ganz zu schweigen!

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