Tagung der Betriebsratsvorsitzenden der Metallindustrie

Die IG Metall Bruchsal- Bretten fordert angesichts der konjunkturellen Eintrübung von der Bundesregierung mehr Bewegung bei der Kurzarbeiterregelung. „Wir müssen die Regelungen, die sich in der Krise bewährt haben, auf Stand-by stellen, um sie bei Bedarf durch einen einfachen Kabinettsbeschluss in Kraft zu setzen“, sagte der 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bruchsal -Bretten, Eberhard Schneider, am Freitag bei einer Zusammenkunft der Betriebsratsvorsitzenden in Büchenau.
Es sei notwendig, dass die Bundesregierung einen klaren gesetzlichen Rahmen für den Fall vorgebe, dass es zu einer längeren Schwächephase kommt so Schneider.
Im Normalfall ist die Zahlung von Kurzarbeitergeld auf sechs Monate befristet. Das Bundesarbeitsministerium kann diesen Zeitraum jedoch per Verordnung auf bis zu zwei Jahre verlängern. Im Krisenjahr 2009 etwa wurde Kurzarbeitergeld bis zu 18 Monate lang gezahlt.

Sorgen bereiteten ihm die aktuellen Entwicklungen schon, sagte Schneider. „Allerdings sehe ich momentan keinen vergleichbaren Abbruch“, betonte er im Hinblick auf die Krise 2008/09. „Wir haben Unternehmen, denen geht es glänzend. Die sind ausgelastet für die nächsten drei bis vier Jahr. Auf der anderen Seite gebe es Sparten wie das Baumaschinengeschäft, in denen sich gar nichts tue.

An die Unternehmen appellierte er, auch in schweren Zeiten die Belegschaft zu halten und keine Stellen zu streichen. Das habe die Krise gelehrt. „Es war Gold wert, aus dem Vollen durchstarten zu können, und hat der deutschen Industrie enorm Wettbewerbsvorteile gebracht“, sagte Schneider.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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