Keine voreilige Schließung der Geburtshilfe!!

Zum gestrigen Beschluss des Aufsichtsrates der Klinikholding erklären Die Linken in Bretten:
„Wir sehen die Möglichkeiten als noch bei Weitem nicht ausgeschöpft, die ärztliche Versorgung der Geburtsstation sicherzustellen. Ohne eine Kontinuität dieses medizinischen Angebotes wird es schwer werden, im neuen Klinikum diese Gesundheitsversorgung für Frauen weiter zu führen. Mehrere beherzte Schritte sind jetzt erforderlich. Der Kreistag muss sich damit befassen und das Land einschalten. Denn wenn es mit der Kassenärztlichen Vereinigung vor Ort keine befriedigende Lösung gibt, dann muss man überregional tätig werden. Das Gesundheitsministerium der grün/roten Landesregierung hat bei den Koalitionsverhandlungen verkündet, aus frauenpolitischen Erwägungen insbesondere die wohnortnahe Geburtshilfe sicherzustellen. Jetzt muss sie zeigen, dass sie das ernst gemeint hat.“

„Gerade die aktuellen Äußerungen der SPD im Kreistag werden von uns Linken kritisiert. Denn anders als die SPD jetzt wo es ernst ist verlauten lässt, ist es selbstverständlich eine politische Entscheidung, ob eine frauengerechte medizinische Versorgung auf dem Land fortbesteht oder nicht. Es ist eben „kein verwaltungsinterner Vorgang“, wie die SPD sich herauswinden will, wenn der Aufsichtsratsbeschluss durchgeführt und die Abteilung geschlossen wird. Sie will sich eben nur aus der landespolitischen Verantwortung ziehen, wenn sie jetzt die Geschäftsführung allein lässt.“

Es gibt eine Lösung.
Die Linke schlägt zweierlei vor. „Zum einen müssen Kooperationsformen mit anderen gesucht werden, damit es für niedergelassene Fachärzte möglich ist, auch bei geringer Geburtenzahl wirtschaftlich arbeiten zu können. Zum anderen kann der Aufsichtsrat mit etwas Neuem, das Belegarzt -Systems ergänzen oder ersetzen. Ein Kassenärztlicher Sitz im Krankenhaus und die Öffnung der Geburtshilfe für die ambulante Versorgung. Das wäre eine Bereicherung der Krankenhausversorgung und interessant für junge Ärzte und Ärztinnen. Integrative Versorgung ist das Stichwort. Ambulante und stationäre Versorgung nicht nur aus einer Hand, sondern auch am gleichen Ort. Hierfür kann man Kassenärzte und Krankenkassen gewinnen, insbesondere dann, wenn sonst Versorgungsengpässe entstehen. Das Gesundheitsministerium kann hierbei helfen. Es weiß wie das geht. Für das neue Klinikum kann eine derart neugestaltete Frauenstation zu einem Standortvorteil werden. Gerade wenn man erfahren hat, dass die Fallpauschalen-Finanzierung manche Klinikbereiche unwirtschaftlich sein lässt, ist die Politik gefragt, die Grundversorgung im Interesse der Patientinnen zu erhalten.

Die Linke wird sich eigens mit einer Anfrage an die Landesregierung darum kümmern. Dass eine sinnvolle Lösung für die Frauen im Landkreis gefunden wird.

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