Die „Transparenz“ aus dem Rathaus

von fc
Bei der letzten GR-Sitzung vom 17.07.2012 wurden u.a. auch die Abschlusszahlen des Haushaltes und des Eigenbetriebs für 2011 vorgestellt. Man staunt nicht schlecht, wenn man die Zahlen aus dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg http://tinyurl.com/bw4sxxm und aus der Vorlage für die Gemeinderäte vergleicht. In der Vorlage wird nur von der Pro-Kopf Verschuldung (1.032,52 Euro) aus dem Haushalt berichtet und nicht von der Gesamtverschuldung inklusive des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung.

Außerdem ist in der Vorlage über den Eigenbetrieb zu lesen: „Sobald der Abschluss 2011 endgültig vorliegt…“. Also, es wurde auch nicht über die Verschuldung des Eigenbetriebs berichtet. Bei der Statistik des Landesamtes (seit Mai 2012?) sind die Zahlen jedoch genau aufgeführt.

Schuldenstand 2011

Gemeinden – hier Bretten

öffentlicher Bereich nicht-öffentlicher Bereich

18.000,00 Euro

29.280.000,00 Euro

Eigenbetriebe

öffentlicher Bereich nicht-öffentlicher Bereich

4,915.000,00 Euro

7.942.000,00 Euro

Gemeinden und Eigenbetriebe

öffentlicher und nicht-öffentlicher Bereich

Gesamtverschuldung 42.155.000,00Euro

Pro Kopf = 1.486,00 Euro

Wie kommt das?

Seit 2009 (das Jahr vor der Wahl zu neuem OB) hat sich pro Kopf Verschuldung – natürlich ohne Eigenbetrieb (warum wohl?!) – wie folgt entwickelt:

2009:   1.028,32 Euro
2010:   1.154,29 Euro
2011:   1.032,52 Euro

Und man staunt, in 2011 ist sie höher als in 2009 – trotz demnächst wohl größtem Steueraufkommen aller Zeiten in Bretten. Und dieses Spiel spielt der Gemeinderat mit! Danke für die hervorragende Informationen. Brrrr…..

Übrigens:
Stuttgart, 30. Mai 2012 – Nr. 169/2010
86 Gemeinden im Land waren Ende 2011 schuldenfrei im Kernhaushalt und in den Eigenbetrieben: http://tinyurl.com/bw7ct9t

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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1 Antwort zu Die „Transparenz“ aus dem Rathaus

  1. ghg sagt:

    @ fc am 20. Juli, 2012

    Die staunende Leserschaft durfte am 19. Juli 2012 in den Brettener Nachrichten dazu folgendes lesen:

    „Gewerbesteuer erreicht Rekordhöhen“

    …“Satte Steuer-Mehreinnahmen für das abgelaufene Haushaltsjahr 2011 und gute Aussichten für 2012…
    Die Gewerbesteuereinnahmen sprudeln regelrecht. …
    Sie (Anm. die Stadträte) freuten sich über die guten Nachrichten, feixten etwas über die bekanntermaßen eher konservativen Rechenmethoden des Kämmerers“…

    „Und dieses Spiel spielt der Gemeinderat mit! Danke für die hervorragenden Informationen Brrrr…..“

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