Aus für Kohlekraftwerk Brunsbüttel

Aus einer Pressemiteilung der SüdWestStrom Kraftwerk GmbH & Co KG Tübingen:
SüdWestStrom baut kein Kohlekraftwerk in Brunsbüttel
Tübingen, 19. Juli 2012. Auf der Gesellschafterversammlung der SüdWestStrom Kraftwerk GmbH & Co. KG (SüdWestStrom) entschieden die beteiligen Stadtwerke heute in Tübingen, den Bau eines Steinkohlekraftwerks in Brunsbüttel nicht weiterzuverfolgen. Fehlende bundespolitische Gesetze mit Aussagen zur Zukunft der Stromerzeugung aus fossilen Energiequellen, die aktuell mangelnde Wirtschaftlichkeit und die Ablehnung des Projektes durch die neue Landesregierung von SchleswigHolstein haben zu dem Beschluss geführt.

Bereits im April hatte sich der Schweizer Konzern Repower unter Verweis auf fehlende Realisierungschancen aus dem Projekt zurückgezogen. Geklärt werden muss nunmehr, wer für die Planungskosten des Milliardenprojekts gerade stehen muss. Zwar konnte Südweststrom diese noch nicht genau beziffern, Experten gehen aber von zweistelligen Millionenbeträgen aus.
Die Stadtwerke Bretten sind an dem Projekt beteiligt. Im September 2008 hatte der Gemeinderat Bretten bei zwei Gegenstimmen der Grünen beschlossen, die Beteiligung an der Kraftwerksgesellschaft SüdWestStrom von 100 000 auf mindestens 800 000 Euro aufzustocken.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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4 Antworten zu Aus für Kohlekraftwerk Brunsbüttel

  1. ghg sagt:

    Ein Hoch auf die Brettener Gebühren- und Steuerzahler, die die Existenzsicherung durch Brettener Beteiligungen am Kohlekraftwerk Brunsbüttel ermöglicht haben.

    Hier haben sich die Brettener Volksvertreter zu leichtfertig für etwas eingesetzt, wozu vorab eine gewisse fachliche Beratung nötig gewesen wäre.

    Deren Lernfähigkeit lässt einen oftmals fast verzweifeln!

  2. G. H. sagt:

    Genau genommen verantworten die Stadtwerke Bretten diesen Beteiligungsbetrag.

    Als stadteigene Gesellschaft werden sie voraussichtlich durch einen geringeren Jahresüberschuss und/oder eine geringere Konzessionsabgabe diese eventuell verlorenen 800.000 Euro mit der Stadt Bretten verrechnen.

    Die Herren Kleck und Leonhardt werden es schon richten?

  3. G. H. sagt:

    Beteiligung von 800.000 Euro

    Für die Stadt Bretten leicht zu verkraftende Peanuts.

    Dort sprudeln ja bekanntlich die Mehreinnahmen.
    Merke: Hier hat man keine Einnahmen, sondern Mehreinnahmen – mehr als man geplant hat.
    Ein für den Leser verwirrendes Spiel mit einem Begriff, weil der ja ohnehin nichts begreifen soll! 🙂

  4. G. H. sagt:

    Bitte im obigen Bericht in der viertletzten Zeile – September 2008 – anklicken.

    Dann erscheint der Bericht BNN vom 26. September 2008:

    Existenz-Sicherung durch Kohlekraftwerk

    Dazu wurden 12 kritische Kommentare geschrieben, die gern (vorzugsweise von den damaligen Befürwortern im Gemeinderat) nachgelesen werden können. 🙂

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