IG Metall Bruchsal Bretten fordert mehr Engagement für die junge Generation

Die IG Metall Bruchsal hat Politik und Wirtschaft zu mehr Engagement für die Junge Generation aufgefordert. „Bildung und Ausbildung werden immer noch vernachlässigt, unsichere Arbeitsverhältnisse akzeptiert oder gefördert. Zu viele junge Menschen haben keine berufliche Perspektive und soziale Sicherheit. Damit drohen auch in Deutschland die Fundamente einer stabilen Gesellschaft zerstört zu werden, wenn wir nicht gegensteuern“, sagte der 1 Bevollmächtigter der IG Metall Bruchsal, Eberhard Schneider, am Dienstag in Bruchsal. Nach den Ergebnissen einer Befragung von TNS Infratest sind rund 70 Prozent der Bevölkerung der Ansicht, dass nicht genug für die junge Generation getan werde. 83 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass unsichere Arbeitsverhältnisse einen negativen Einfluss auf den sozialen Frieden haben. „Wer eine gut funktionierende Gesellschaft will, muss der Jugend eine sichere Zukunft mit guten beruflichen und privaten Perspektiven ermöglichen“, sagte Schneider zu dem Befragungsergebnisse. Dazu gehörten gute Bildung und Ausbildung, sichere Arbeitsplätze, soziale Absicherung und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Als große Herausforderung in den Betrieben bezeichnete Schneider die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die aktuellen Ergebnisse einer Umfrage unter Betriebsräten im Zuständigkeitsbereich der IG Metall belege, dass trotz gegenteiliger Behauptungen von den Unternehmen in dieser Frage zu wenig getan werde. „Unsere Betriebsräte erhalten in sechs von zehn Betrieben eine weniger gute (39 Prozent) oder gar keine Unterstützung (17 Prozent). Sie werden im Alltag vielfach mit den Problemen der Vereinbarkeit allein gelassen

Die Befragung ergab zudem, dass in 93 Prozent der Fälle die Initiative für bessere Vereinbarkeit von Betriebsräten, Vertrauensleuten oder Belegschaften ausging. Bislang stünden die Interessen der Unternehmen nach immer mehr Flexibilität im Vordergrund. „Die Arbeitgeber müssen mehr für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tun. Wir brauchen betriebliche Regelungen für mehr Zeitsouveränität der Beschäftigten“, forderte Schneider.

Die Junge Generation wolle Stabilität und Sicherheit, vor allem im Job. Dazu trage die IG Metall mit betrieblichen und tariflichen Maßnahmen bei. „Deshalb stehen wir bei der Jugend hoch im Kurs“, sagte Schneider. Mit über 2.100 Mitgliedern unter 35 Jahren sei die IG Metall Bruchsal die größte politische Jugendorganisation in der Region. Aktuell sei jedes zweite neue Mitglied unter 27 Jahre alt. Den Gewerkschaften werde laut Infratest von den jungen Erwerbstätigen attestiert, sich sehr stark für ihre Interessen einzusetzen (48 Prozent), hingegen die Parteien nur mit 21 Prozent, die Bundesregierung mit 26 Prozent und die Wirtschaft mit 33 Prozent.

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