Schon gehört?

schon gehört?In den BNN vom 22. Januar 2011 fordert Michael Nöltner, Sprecher der CDU-Fraktion im Gemeinderat Bretten:
Wir brauchen neue Industrieflächen, um Bretten zukunftsfähig zu machen.
Obwohl an Jahren noch jung, nimmt Herr Nöltner damit die Haltung eines kommunalpolitischen Dinosauriers ein. Denn es ist für Bretten längst nachgewiesen, dass ein Mehr an Gewerbeflächen nicht ein Weniger an Arbeitslosen bedeutet.

Betrachtet man zudem noch den immensen Aufwand für die Erschließung der Gewerbeflächen (siehe Rüdtwald) und den sich anschließenden stark subventionierten Verkauf zu Lasten des Steuerzahlers, so kommen erhebliche Zweifel an der Kompetenz des CDU-Fraktionssprechers auf. Zudem stellt sich Herr Nöltner in Opposition zu seiner Landeschefin Gönner, die seit Jahren die sofort Netto-Null beim Flächenverbrauch fordert.

Anmerkung: Herr Nöltner ist mit seiner Forderung nicht allein, auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Lang fordert im gleichen Artikel die Erschließung neuer, großer Industrieflächen, um Brettens Zukunft zu sichern. Lesenswert auch seine Aussagen in Die SPD und der Rüdtwald, Zitate

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4 Antworten zu Schon gehört?

  1. h - z sagt:

    Einer hat es altershalber kapiert. Seine fordernden Argumente ziehen mangels Rücktritt nicht mehr. Und dennoch geht das Gezeter weiter.

    Dafür kann der andere jedoch umso lauter seine arbeitsplatzschaffenden Appelle in den Saal rufen. Viel entfernter wird er damit nur wenig Gehör finden.

    Wenn er Glück hat, dann erscheint was von ihm in der Tageszeitung. Ob seine Parolen dann wesentlich mehr Interesse finden, sei dahingestellt.

    Was bedeutet nun die intelligente Aussage,“um Bretten zukunftsfähig zu machen“? Doch hauptsächlich, um von den imaginären unzähligen neu anzusiedelnden Betrieben Steuern, Abgaben und Gebühren zu kassieren, welche dann nach dem Gießkannenprinzip = altdeutsch Haushaltsplan, neudeutsch Finanzplan u.a. für überflüssige Vorhaben der kommunalen Wirtschaftsförderung ausgegeben werden.

    Nach einem oft gebräuchlichen Spruch der Unternehmer: Geht es dem Unternehmen gut, geht es auch den Mitarbeitern gut! Was für eine zynische betriebswirtschaftliche Binsenweisheit!

  2. h - z sagt:

    Man muss nicht immer eine Sau durchs Dorf jagen, um bei den Lesern der Brettener Nachrichten unangenehm auffallen zu dürfen.

    Die beiden Stadträte wissen ganz genau, die Ausweisung neuer Flächen muss sich auf konkrete Neubauvorhaben bzw. auf konkrete Erweiterungsabsichten vorhandener Betriebe beschränken. (Nach den Märchenerzählungen vom Alt-OB sollte damals die Rüdtwaldfläche überwiegend für die bestehende nachgefragte Betriebswerweiterung der in dem angrenzenden Gewerbegebiet Gölshausen ansässigen Betriebe dienen, die ja sonst allesamt abgewandert wären) 🙂

    Infrastrukturelle und baurechtliche Voraussetzungen wären zu prüfen. Kosten- und Zeitbedarf dürften nicht übersehen werden (Geld hat Bretten genügend und Zeit sowieso!). 🙂

    Vorab müsste geprüft werden, ob die leserwirksam geforderten Flächen den regionalplanerisch angemessenen Umfang übersteigen. Wo liegt der Schwerpunkt, was ist im Regionalplan vorgesehen? Bietet er ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten für die Brettener Betriebe?

    Wären damit auch die seit Jahrzehnten ungelösten Brettener Verkehrsprobleme fundiert und nachvollziehbar beschrieben? 🙁

    Wenn es mit Flächen knapp werden sollte, dann müsste der konkrete Bedarf durch ortsansässige Betriebe nachgewiesen werden. Erst dann könnten neue Flächen entstehen.

    Haben das die beiden Stadträte bei ihrer zugespitzten Forderung berücksichtigt?
    Wohl eher nicht! 🙁

  3. h - z sagt:

    Lang (SPD) und Nöltner (CDU) sollten einmal die Frage beantworten, welche Industrieunternehmen auf Brettener Gemarkung neu angesiedelt wurden während ihrer Zeit als Stadträte in Bretten.

    Auf diese Antwort darf man ganz besonders gespannt sein.

    Warum?

    Es wird keine geben.

  4. h - z sagt:

    Neue und große Industrieflächen werden gefordert.

    Welche Industrieunternehmen sollen denn diese Flächen besetzen und woher sollen denn die erforderlichen Facharbeiter herkommen?
    Na ja, sie könnten aus Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart gegen hohe Abwerbeprämien gewonnen werden.

    Oder gibt es so kurz vor der Landtagswahl eine Charme-Offensive der Landesregierung für die Anwerbung ausländischer Facharbeiter, vorzugsweise aus China und Indien?

    Vielleicht weiß darüber der Landtagsabgeordnete Kößler (CDU) mehr? 🙂

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