Handwerker gehen verstärkt an Innenausbau

Neubau rückte an die Stelle des abgebrannten Heberer-Hauses / Stadt: Straßenfreigabe Ende November
Metallzaun umgibt Baustelle
Von unserem Redaktionsmitglied Joachim Schultz
Bretten. Der öde Fleck an der Pforzheimer Straße war lange Zeit wie eine offene Wunde der Innenstadt, doch inzwischen kann davon nicht mehr die Rede sein. Wo bis September 2007 das markante Heberer-Haus stand, tat sich nach dem Verlust eines der ältesten Gebäuden der Brettener Altstadt lange nur ein schmuckloser Platz auf. Doch in den vergangenen Monaten veränderte sich das Bild zusehends: An die Stelle des abgebrannten Heberer-Hauses rückte ein Neubau.

Die Arbeiten an dem Rohbau sind weit gediehen. Damit ist klar, dass der hohe Baukran in der Pforzheimer Straße wohl bald überflüssig ist. Die Überlegungen der Brettener Stadtverwaltung sind abgeschlossen, wie es nach der Demontage des Baukrans auf der Pforzheimer Straße weitergeht. Die noch gesperrte Straße, eine der Hauptverkehrsrouten durch die Innenstadt, soll nach Stand der Dinge bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes wieder freigegeben werden. Erst Mitte voriger Woche nahmen Bürgermeister Willi Leonhardt, einige Rathaus-Mitarbeiter und ein Vertreter des Landratsamtes bei einem Rundgang durch die Innenstadt die Verkehrssituation in mehreren Straßen in Augenschein, unter anderem sprach man abermals die Situation vor der Heberer-Haus-Baustelle an.

Ein Metallzaun umgibt die Baustelle. Dahinter lagert jede Menge Material auf der Straße. Darunter: mehr als ein Dutzend Paletten mit Dachziegeln, die noch verschafft werden müssen. Bis auf wenige Stellen ist das Dach gedeckt. Es scheint, als machten sich die Handwerker demnächst verstärkt an den Innenausbau.

Nachdem lange fraglich war, was an die Stelle des zerstörten Heberer-Hauses (die BNN berichteten) rückt, ist mit dem Neubau die Lücke an positionierter Stelle in der Altstadt wieder verschwunden. Ende 2010 wolle man fertig werden, sagte die Architektin Ute Hummel kurz vor dem Baubeginn. Das alte Heberer-Hauses (Baujahr 1541) und der Neubau werden sich stark ähneln, wie es auch gewünscht ist. Denn der Neubau erhält eine Fachwerkfassade ganz nach dem Vorbild des Heber-Hauses.

Bis Ende November bleibt die Pforzheimer Straße an der Baustelle gesperrt. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Zum Beginn des Weihnachtsmarkts soll die Durchfahrt aber wieder möglich sein. Das gilt zunächst bis in das neue Jahr hinein. Fahrzeuge können die Pforzheimer Straße allerdings nur in Richtung Pforzheim befahren. Nach Angaben der Stadt ist Anfang 2011 die abermalige Vollsperrung nötig, um Versorgungsleitung zu verlegen und den Gehweg – auf der Seite des Neubaus – neu herzurichten. Offen sei jedoch der genaue Termin.
Heberer-Haus

Das Heberer-Haus zählte zu den ältesten Gebäuden der Brettener Altstadt. 1541 wurde das Haus errichtet. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde dort der spätere Reiseschriftsteller Johann Michael Heberer geboren. Am 7. September 2007 wurde das Fachwerkhaus durch ein Feuer zerstört.
Die Schäden waren so groß, dass die ausgebrannte Ruine komplett abgerissen werden musste.

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