Nicht mehr Temposünder als andernorts

Stadt legt eine aktuelle Bilanz der Tempomessungen in der Georg-Wörner-Straße vor
Fast 60 Standorte für mobile Messgeräte
Von unserem Redaktionsmitglied Joachim Schultz
Bretten. Der Verkehr in der Georg-Wörner-Straße steht bei der Brettener Stadtverwaltung unter besonderer Beobachtung. Seit vergangenem Monat setzt das Ordnungsamt zwei Messgeräte in der stark frequentierten Straße ein, um Daten über Geschwindigkeiten und Fahrzeugaufkommen zu sammeln. Oberbürgermeister Martin Wolff stellte gestern mit Karin Franz, Leiterin des Ordnungsamtes, und Achim Kleinhans von der Straßenverkehrsbehörde die Ergebnisse der gesammelten Daten bei einem Pressegespräch im Rathaus vor.
„Die Geschwindigkeitsüberschreitungen liegen im üblichen Rahmen“, zieht Kleinhans eine Bilanz der Messungen. Trotz dieser völlig unspektakulären Erkenntnis weiß die Rathausspitze um die Dauerbaustelle Georg-Wörner-Straße. „Dort beobachten wir häufig überörtlichen Verkehr. Doch das ist das Problem vieler innerstädtischer Straßen“, führt OB Wolff aus.

Die Georg-Wörner-Straße ist aus Sicht der Stadt die am häufigsten kontrollierte Straße im gesamten Stadtgebiet. Das schon seit geraumer Zeit. Neben einer stationären Tempoanzeige beim Spielplatz, die dort Anfang 2008 montiert wurde, stehen außerdem regelmäßig scharfe Blitzgeräte am Straßenrand, um Temposünder zu erwischen. Tempo 30 ist in der Georg-Wörner-Straße erlaubt. Nach Ansicht etlicher Anwohner wird aber oft viel zu schnell gefahren. Allein in den vergangenen drei Monaten beorderte die Stadt deshalb die Kontrolleure sieben mal in die Georg-Wörner-Straße, um dort zu blitzen. Die Überschreitungen bewegten sich zumeist im Bereich vergleichbarer Straßen mit überörtlichem Verkehrsaufkommen, betont Amtsleiterin Karin Franz. Die Autofahrer hielten sich jedoch im Wesentlichen an die Geschwindigkeitsbegrenzung.

Zu den Aufgaben der Stadt gehört ebenso die Überwachung des Lkw-Verkehrs in der Georg-Wörner-Straße. Für Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen gilt ein Durchfahrtverbot. „Bei Kontrollen über einen Zeitraum von zwei Stunden wurden zwischen zehn und 15 Lkw gezählt. Etwa die Hälfte davon fuhr unberechtigt durch die Wohnstraße. Die Fahrer wollten abkürzen, um Zeit zu sparen, oder sie sind einfach blind nach dem Navi gefahren.“

Vor allem um die Sicherheit von Kindern und Schülern, die zwischen Spielplatz und Simmelturm die Straße überqueren, geht es der Stadt. Darum steht neben der stationären Tempoanzeige neben der Withum-Anlage und seit März etwas versetzt auf der anderen Straßenseite ein mobiles Anzeigegerät. „Wir sehen dort ein Gefährdungspotenzial und wollen die Autofahrer damit auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hinweisen“, so OB Wolff.

Im Mai zieht das mobile Gerät jedoch an einen neuen Standort um. Insgesamt gibt es in der Stadt 14 fest installierte Messgeräte, hinzu kommen gegenwärtig drei mobile Anzeigetafeln, die an 50 bis 60 Standorten im Stadtgebiet zur Verkehrsüberwachung montiert werden können.

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