Bei Schneider soll das Licht wieder angehen

OB Martin Wolff berichtet von Verhandlungen
Für weitere Events keine Kapazitäten frei
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Oberbürgermeister Martin Wolff drückte sich zurückhaltend aus: „Die Handelsbrache Kaufhaus Schneider wird uns noch einige Tage beschäftigen“, verkündete er am Abend des Aschermittwochs beim traditionellen Heringsessen, bei dem sich Vertreter der Brettener Geschäftswelt, Kommunalpolitiker und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gegenüber saßen. Innerhalb der nächsten 14 Tage, so der neue Chef der Stadtverwaltung, wolle er Ergebnisse jener Gespräche vorweisen, die er gleich nach seinem Amtsantritt aufgenommen hat.

Diskutiert würden Verkauf oder Vermietung der Immobilie im Osten der Altstadt, die nach dem Konkurs im letzten Spätsommer und einem Resteverkauf bis zum Jahresende nun erst einmal leer steht.
Einen interessanten Angebotsmix erhoffe er sich für die Schneider-Immobilie, sagte der Oberbürgermeister, ohne auf Details einzugehen. Bei einem vorausgehenden Gespräch mit den Einzelhändlern in der Vereinigung Brettener Unternehmer (VBU) hatten auch die leerstehenden Geschäfte in der Innenstadt eine Rolle gespielt.
Auch wenn der neue OB die Bestrebungen des Handels unterstützt, Kunden anzuziehen und den Umsatz zu steigern: einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag, wie ihn manche Geschäftsleute wünschen, wird es mit ihm offenbar nicht geben. Zusätzlich zu Fischmarkt, Garten- und Landschaftsmarkt, Messe Bretten, Festival Bretten Live, Europafest, Weinmarkt und Weihnachtsmarkt seien weitere Veranstaltungs-Highlights nicht möglich. Dies unter anderem deshalb, weil bei der Stadtverwaltung die Leistungsgrenze erreicht sei. „Hier wird mit wenigen, nicht sehr gut bezahlten Mitarbeitern mehr geleistet als andernorts mit vielen und gut dotierten. Meinen Mitarbeitern, die sowieso am Limit agieren, können keine weiteren Veranstaltungen aufgebürdet werden.“

Auch das traditionelle Heringsessen sei ein Event, hatte zu Beginn des Abends VBU-Vorsitzender Alex Veit festgestellt. Die Besucher der Veranstaltung forderte er vor allem auf, die Anfang Mai anstehende „Brettener Messe“ zu unterstützen. „Wir wollen, dass sie genau so ein Erfolg wird wie vor drei Jahren.“

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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5 Antworten zu Bei Schneider soll das Licht wieder angehen

  1. -sol- sagt:

    Beim Veränderungs-Gezerre um das ehemalige Kaufhaus Schneider geht niemandem mehr ein Licht auf! 🙂

  2. (GRiNNS) sagt:

    Bei Schneider darf das Licht ruhig aus bleiben.
    Mir ist das völlig egal! 🙂

  3. V.Q. sagt:

    Braucht eine untergegangene gewerbliche Immobilie in ehemaliger Form des Einzelhandels die Hilfe einer hoch verschuldeten Stadt oder umgekehrt?

    Was soll daraus für die Menschen positiv entstehen?

  4. Ka. My. sagt:

    Und an denen habe ich echte Zweifel! 🙁

  5. Ka. My. sagt:

    „Bei Schneider soll das Licht wieder angehen“

    Dann muss aber genauso den Lichtanknipsern ein Licht aufgehen. 🙂

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