Mal sachlich kompetent, mal emotional

Über 1 500 Interessierte verfolgen die Vorstellung der sieben OB-Kandidaten
Bretten. Wer soll neuer Oberbürgermeister in Bretten werden? Die Antwort auf diese Frage dürfte den über 1 500 Interessierten, die gestern Abend zur Vorstellung der Bewerber ins Hallensportzentrum „Im Grüner“ gekommen waren, sicherlich nicht leichtfallen: Alle sieben Kandidaten präsentierten sich sachlich kompetent, größtenteils ortskundig und ließen die ein oder andere Emotion zu. (Ausführlicher Bericht in der Freitagsausgabe).

In seiner Begrüßung verwies Bürgermeister Willi Leonhardt auf die enorme Resonanz der Veranstaltung: „Wir hatten mit einigem Andrang gerechnet, dass aber so viele kommen, haben wir nicht erwartet“. Für etwa 1 200 Besucher war bestuhlt worden, weitere 300 fanden auf den Hallentribünen und in der Aula, die mit Lautsprechern beschallt wurde, Platz.

Nachdem sich die Kandidaten für die BNN zum Gruppenbild aufgestellt hatten, durfte nur einer in der Halle bleiben – Ingo Jäger, der erste Redner. Für alle anderen war „ein Separee“ (Leonhardt) eingerichtet worden, denn keiner sollte die Rede des Mitbewerbers verfolgen können, so die Vorgabe der Verwaltung. Dem ersten OB-Bewerber war die Nervosität sichtlich anzumerken („Ich habe noch nie vor so vielen Leuten gesprochen“), doch die Zuhörer spendeten aufmunternden Applaus. In der Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen durften die sieben Herren sich und ihre Ziele für Bretten präsentieren – Ralf Steinbrenner beendete den Reigen.

Dies tat der eine im Stakkato-Stil, der andere eher bedächtig. Manche Pointe wurde mit Beifall quittiert – und jeder Redner wurde zum Schluss mit langanhaltendem Applaus verabschiedet. Der Umgang der Bewerber miteinander war von Fairness und Respekt geprägt, was bereits beim gemeinsamen Begrüßen der Besuchermassen im Foyer der Halle deutlich wurde. Thilo Kampf

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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7 Antworten zu Mal sachlich kompetent, mal emotional

  1. spezi sagt:

    @ hell_sinki
    „was sollen sie denn auch sagen?“

    Nur die ehrliche Realität!

  2. hell_sinki sagt:

    was sollen sie denn auch sagen? in den angesprochenen punkten KÖNNEN sie sich ja gar nicht unterscheiden. jeder hat halt sein „spezialgebiet“ und gut is…

    welche rolle eine parteizugehörigkeit spielt zeigt sich dann, wenn entscheidungen bis in den kreistag gehen…

  3. denk nix sagt:

    Ein Kandidat hat mehrfach betont, wie parteilos und unabhängig er sei. Heute fällt mir in unserem Ortsteil eine Plakattafel auf, wo sich sein Bild von der Tafel etwas gelöst hat und unten eine Kanzlerin hervorschaut 🙂

  4. -Jürgm. sagt:

    Also doch überwiegend öffentliches Geschwätz! 🙁

  5. fc sagt:

    Die Haupterkenntnis, aus den brav vorgetragenen Vorstellungsbeiträgen, war im Prinzip die gekonnte Vermischung zwischen den Freiwilligen- und Pflichtaufgaben.

    Eine freiwillige Aufgabe ist beispielsweise: das Ehrenamt, die Kommunale Wirtschaftsförderung (städtische GmbH’s), Landesgartenschau, kulturelle Angelegenheiten, soziale Angelegenheiten, Sportanlagen, Erholungseinrichtungen, Verkehrseinrichtungen, Versorgungseinrichtungen, Vereinsförderung, Partnerschaften, Einrichtung von Sparkassen, die vielen Feste, etc.

    Zu den Pflichtaufgaben gehören Friedhöfe, Bebauungs- und Flächennutzungspläne, das Schulwesen, Straßenbaulast, Beleuchtung-Reinigung-Räumen und Streuen von Straßen, Abwasserbeseitigung, Kinderspielplätze, Unterbringung Obdachloser, Aufgaben nach dem Gaststätten- Polizei- und Passgesetz usw.

    Aus diesen Aufzählungen kann sich jetzt jeder seinen Reim daraus machen, wo die Schwerpunkte der einzelnen Bewerber liegen und wofür das Geld und die immensen Schulden verbraucht wurden – und in der Zukunft (falls vorhanden, ha,ha.) hin fließen sollen. .

    Was aufgefallen ist, war der ungebrochener Glaube an den Gemeinderat an den die Bürger ihre Rechte übertragen (abgeben?) sollen. Von dem Bürgerentscheid war keiner begeistert, obwohl ihn fast alle (so konnte man das empfinden) unter dem Druck der Öffentlichkeit akzeptieren würden.

    Den höchsten Stellenwert hat die verkorkste Verkehrssituation eingenommen. Dazu will ich nur die Passagen aus der Stellungnahme des ehemaligen Bewerbers Paul Metzger vom 14.11.1985 zitieren:
    „Unvoreingenommen werde ich mich für eine Verkehrsplanung im Rahmen eines gesamtstädtischen Konzeptes engagieren. Probleme dürfen dabei nicht nur verlagert werden.
    Georg-Wörner-Straße und die Wilhelmstraße sind für mich z.B. innerstädtische Wohnbereiche, die von Durchgangsverkehr entlastet werden müssen. Ein neues Verkehrskonzept muß Kernstadt und Stadtteile besser miteinander z.B. auch durch Radwege verbinden.“

    Viele Passagen aus dieser Veröffentlichung erinnerten mich (fast Wörtlich) an gestrige Veranstaltung.

  6. ell.ga. sagt:

    Ich nicht, ich bin wegen Überfüllung wieder weg!

  7. BAK sagt:

    wer war auf der Veranstaltung und kann etwas darüber sagen,kommentieren?

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