Energielieferant auf dem ESG-Dach schreibt schwarze Zahlen

Erste Fotovoltaikanlage erwirtschaftete bereits rund 10 000 Euro / Beteiligte Schüler und Lehrer von Solar-AG ausbezahlt
Zeitweise zeichneten 250 Schüler Anteilsscheine
Bretten (BNN). Seit Beginn dieses Monats ist die erste Fotovoltaikanlage des Edith-Stein- Gymnasiums (ESG) schuldenfrei. Dies teilte die Schulleitung dieser Tage mit.
In knapp acht Jahren habe sie für rund 10 000 Euro Energie eingesammelt – und damit das Geld einschließlich Zinsen erwirtschaftet, das Schüler und Lehrer neben Spenden und Zuschüssen aufgebracht haben, um die Anlage überhaupt erst zu finanzieren.

Als die Anlage am 24. Oktober 2001 ans Netz ging, habe niemand damit gerechnet, dass sie sich so schnell finanzieren würde. Die Hoffnung sei damals gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter, dass nach gut zehn Jahren alles bezahlt sei – und ab dann die Einnahmen für Projekte des ESG zur Verfügung stehen würden.

Es habe damals nur wenige Vergleichszahlen für Bretten gegeben, so dass die Verantwortlichen „vorsichtig von 800 bis 1 000 Kilowattstunden“ (kWh) jährlich eingesammelter Energie pro Kilowatt installierter Leistung (kWp) ausgegangen seien.
Die Erfahrung der vergangenen Jahren habe indes gezeigt, dass es im Durchschnitt mehr als 1 000 Kilowattstunden Energie pro kWp sind, mit denen man in Bretten rechnen kann. Wie bereits berichtet, ist die Fotovoltaikanlage mit 2,4 kWp, genauso wie ihre Erweiterung um 6 kWp im Jahr 2004, ein Gemeinschaftsprojekt von Schülern und Lehrern des ESG.

Beide Anlagen zusammen sammelten etwa zehn Prozent der elektrischen Energie ein, die im Schnitt pro Jahr in der Schule gebraucht werde. Zeitweise seien bis zu 250 Schüler über Anteilscheine an dem Projekt beteiligt. Die Anteilscheine wurden verzinst und im Laufe der Zeit mit den Einnahmen aus der Analge zurückgekauft. Dies war nach Angaben der Schule Aufgabe der Solar-AG unter Leitung von Lehrer Gettert. Die Arbeitsgemeinschaft bereitete die Daten der Anlage grafisch auf und publizierte diese in der Schule.

Bereits im Herbst des Jahres 2007 habe die Solar-AG die letzte Schülerin ausbezahlen können, wurde ebenfalls mitgeteilt. Die Einnnahmen aus der Anlage, deren Lebensdauer nach Expertenmeinung mindestens 25 Jahre betragen soll, stehen nun dem Edith-Stein-Gymnasium für Umweltprojekte zur Verfügung.

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1 Antwort zu Energielieferant auf dem ESG-Dach schreibt schwarze Zahlen

  1. hv sagt:

    Ein Finanzierungsmodell, das vom Schulträger des ESG, der Stadt Bretten, angenommen werden kann, um ihre massiven Schulden für die Brettener Steuerzahler ein wenig erträglicher (Zins und Tilgung) zu gestalten. 🙂

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