„Etwas Zauberhaftes ist entstanden“

Neubau der Eduard-Spranger-Schule wurde seiner Bestimmung übergeben
Baukosten belaufen sich auf rund 6,6 Millionen Euro
Von unserem Redaktionsmitglied Michael Rudolphi
Oberderdingen. „Wir Schüler sagen Dankeschön, die neue Schule ist wunderschön. Wir freuen uns und feiern heut, thank you, merci und danke allen Leut.“ Das Lied, mit dem der Schulchor der Eduard-Spranger-Schule auf die Einweihungsfeier für das neue Schulgebäude in Oberderdingen einstimmt, bringt die Stimmung auf den Punkt: Bei Schülern, Lehrern, Eltern und den politisch Verantwortlichen herrschen große Freude und Erleichterung darüber, dass die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche endlich ihr neues Domizil bezogen hat. „Aus unseren Ideen und Wünschen ist etwas Zauberhaftes entstanden“, ist Schulleiterin Petra Honeck dann auch voller Lob für den Neubau am neuen Standort.

In einer fantasievollen und witzigen Revue mit der Schüler-Zaubergruppe „Magicus“ ruft die Rektorin die Entstehungsgeschichte in Erinnerung. Nach Ansicht von Petra Honeck war es höchste Eisenbahn für den Neubau – platzte doch das alte Schulgebäude in Bretten-Gölshausen längst aus allen Nähten: 43 von 72 Schülern erhielten ihren Unterricht in extern angemieteten Räumen. „Nun ist endlich Platz für Bewegung da“, meint die Schulleiterin.

Der verteilt sich auf 1 335 Quadratmeter mit zwölf Klassenräumen, zwei mehr als das Land fördert, wie Landrat Christoph Schnaudigel betont. Der Beschluss des Kreistages, einer vergrößerten Nutzfläche zuzustimmen, sei richtig gewesen. „Das war eine zukunftsträchtige Entscheidung“, sagt der Landrat und verweist in diesem Zusammenhang auf steigende Schülerzahlen und die Erfordernisse der sonderpädagogischen Arbeit. Der Landkreis setze damit ein Zeichen, dass ihm die Ausbildung behinderter Kinder äußerst wichtig sei. Für den neuen Standort Oberderdingen spreche, dass sich der Zuschnitt der Schulbezirke ändere und viele Kinder deutlich kürzere Fahrzeiten haben.

Der Neubau hat rund 6,6 Millionen Euro gekostet, etwa zwei Millionen Zuschuss sind wohl aus dem Schulbauförderprogramm des Landes zu erwarten. Nach dem Auszug der Eduard-Spranger-Schule aus dem Gölshausener Schulgebäude gibt es für den extern in Bretten untergebrachten zweigruppigen Schulkindergarten mit derzeit zehn Kindern künftig bessere räumliche Voraussetzungen. Nach Auskunft Schnaudigels sollen die umgestalteten Werkräume dem Kindergarten künftig eine großzügigere Heimat bieten.
Oberderdingens Bürgermeister Thomas Nowitzki wertet den Neubau als ermutigendes Zeichen des Landkreises, auch im ländlichen Raum zu investieren.

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