Einbrecher wüten im Edith-Stein-Gymnasium

Diebesbeute noch ungewiss / Hoher Sachschaden
OB: „Für mich waren das auf keinen Fall Profis“
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf
Bretten. Eine unangenehme Entdeckung machte der Hausmeister des Edith-Stein-Gymnasiums, Stefan Cantatori, am Samstagmorgen: Einbrecher hatten ein Fenster aufgebrochen und waren in das Gebäude eingedrungen. Dort, berichtete ein Polizeisprecher später, „haben die gewütet wie die Vandalen“. Was genau entwendet wurde, steht nach Angaben der Ermittler erst dann genau fest, wenn die einzelnen Lehrkräfte am Montag ihre Schränke überprüft haben. Der reine Sachschaden jedenfalls, erklärt die Polizei gegenüber den BNN, liege bei „mindestens 50 000 Euro“.

Über die Aula gelangten die Einbrecher zum Bistro, wo sie einen Rollladen öffneten, alle Schränke durchwühlten und die elektronische Menübestellungs-Anlage demolierten. Im ersten Obergeschoss wurde eine Tür zum Lehrerzimmer aufgebrochen, das im Anschluss komplett durchwühlt wurde. Im Sekretariat das gleiche Bild: Erst wurden alle Schränke und Schubladen durchwühlt, dann wurden Einrichtungsgegenstände zerstört.

In einem Schrank hatten die Täter einen Metallsafe entdeckt, der zunächst allen Versuchen, ihn zu knacken, widerstand, weshalb sie das zentnerschwere Ungetüm die Treppe herunter schleiften. Das Treppenhaus gleicht nach Angaben eines Ermittlers nun einer Baustelle; den Tresor konnten die Einbrecher indes auch im Erdgeschoss nicht aufbrechen.

Beamte der Spurensicherung waren den ganzen Samstag über im Einsatz, werden aber erst am Montag über erste Ergebnisse berichten. Sicher scheint bislang nur, dass es sich um mehrere Täter gehandelt haben muss.
Zu den ersten, die sich am Tatort vor Ort über das Ausmaß der Schäden informierten, zählte Oberbürgermeister Paul Metzger. Er könne „nicht verstehen, warum man ausgerechnet in einem Schulgebäude nach Bargeld sucht“, sagte der OB. Für ihn seien die Täter „auf keinen Fall Profis“, wofür auch die „sinnlose brutale Gewalt“ spreche.

Immerhin seien im Gegensatz zum Einbruch in der Schillerschule vor einigen Monaten keine mutwilligen Beschädigungen an wichtigen EDV-Einrichtungen festgestellt worden. „Damals hatten die Täter mehrere Laptops mit Hämmern zertrümmert“, erinnert sich der Oberbürgermeister.

Metzger ärgert vor allem, dass der Stadt Bretten pro Jahr etwa 300 000 Euro Schaden durch mutwillige Zerstörungen entstünden. „Das ist alles Geld, das wir gerne für wichtigere Dinge verwenden würden“.
Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0 72 52) 50 46 50 bei der Polizei zu melden.

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5 Antworten zu Einbrecher wüten im Edith-Stein-Gymnasium

  1. RL sagt:

    Wurde in dem Laden nicht vor ein paar Jahren schon einmal eingebrochen? Und wer ist so dämlich und bricht in öffentliche Gebäude ein? Die Öffentlichkeit ist Pleite liebe Diebe.
    Hoffentlich erwischen Sie euch – ihr habt mein Steuergeld verschwendet.

    300000€/22000 Bürger in Bretten = 13,6€ pro Bürger.

    Ich würde sagen, dass ist der Stundenlohn für einen Aushilfsjob. Ne coole Strafe wäre, wenn ihr Diebesgesindel jetzt bei jedem brettener Bürger eine Stunde arbeiten müsstet zur Wiedergutmachung…

  2. edd. sagt:

    An mm

    Was nützt die beste Alarmanlage, wenn sie nicht eingeschaltet ist?
    Gibt es eine? War sie etwa nur nicht eingeschaltet? 🙂

  3. mm sagt:

    Alarmanlagen gibt es in den Brettener Schulen wohl nicht? Geld wird für wichtigeres gebraucht?!

  4. addi.- sagt:

    Für Herrn Oberbürgermeister Metzger

    Warum gibt es eine Einbruchdiebstahlversicherung bei Vandalismusschaden und Sachbeschädigung?

  5. Chr.Z. sagt:

    „Metzger ärgert vor allem, dass der Stadt Bretten pro Jahr etwa 300 000 Euro Schaden durch mutwillige Zerstörungen entstünden. „Das ist alles Geld, das wir gerne für wichtigere Dinge verwenden würden“.“

    Frage: Was sind wichtigere Dinge?
    Antwort: Buddeleien!

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