Leserbrief : Prävention ist genauso wichtig

Zu „Wir pflegen den Bestand…“ und „Metzger fordert mehr Personal für die Polizei“ (BNN vom 11. Februar):
Im Bericht über die Haushaltsklausurtagung wurde auf einen ausgeglichenen Etat und Schuldentilgung in den nächsten zwei Jahren verwiesen sowie auf eine „lebhafte Diskussion über die gesellschaftspolitische Lage in der Stadt“. Diese Diskussion bezog sich unter anderem auf eine weitere Verbesserung bei der Nachmittagsbetreuung in der Ganztagesgrundschule, da letztere nicht durchgehend zufriedenstellend abgedeckt werden kann.

Bemühungen um eine Aufstockung bei der personellen Situation waren nicht mehrheitsfähig. Ebenso wenig Zustimmung fand der Antrag auf Essensgeldzuschuss für die Ganztagsschulen für Kinder aus Familien, die Hartz-IV- Empfänger sind.

Auch der dritte Antrag, der die Einrichtung einer halben Schulsozialarbeiterstelle in der Max-Planck-Realschule beinhaltete fand, sehr wenig Resonanz. Auf gleicher Seite folgte ein Bericht, in dem OB Metzger mehr Personal bei der Polizei forderte, um mehr Sicherheit zu gewährleisten und den großen Schaden anrichtenden Vandalismus einzudämmen.

Eine erhöhte Polizeipräsenz ist sicherlich erforderlich. Ebenso wichtig ist jedoch Präventionsarbeit, durch die einem solchen Fehlverhalten bereits in den Anfängen entgegengewirkt werden kann. Betreuung und Förderung der Kinder ist jedoch bereits eine Präventionsmaßnahme und sollte nicht aus Kostengründen oder geringerer Gewichtung abgelehnt werden. Prävention spart Kosten in der Zukunft.

Kann man mehr Personal für Polizei fordern und gleichzeitig Schulsozialarbeit, weiterführende Betreuung und Förderung für Kinder und Unterstützung der ganz Schwachen bei einer guten Haushaltslage ablehnen?

Dr. Frank Altenstetter Kurpfalzstraße 9 Bretten

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5 Antworten zu Leserbrief : Prävention ist genauso wichtig

  1. RL sagt:

    Beton! Es kommt drauf an was man daraus macht… So die Werbung der Branche…

  2. -Rob- sagt:

    Werbetext für die Melanchthonstadt Bretten

    Wir investieren in Beton, dann haben wir was davon!

  3. - zy - sagt:

    „Klar abgelehnt wurde von den Stadträten der Wunsch von Realschule und Gymnasium, auch dort Schulsozialarbeit anzubieten.“

    Jetzt ist auch mir alles klar geworden!

  4. D-L sagt:

    Antwort auf die Frage im letzten Satz des Leserbriefes von Dr. Altenstetter

    Man kann! 🙁

  5. mm sagt:

    ja, man kann, wenn man Metzger heißt, oder wie viele GR’s keine eigene Meinung dazu hat. Man will Schulstadt sein, posaunt das auch ins ganze Land hinaus, aber das war’s auch schon!
    Wegen Paul Metzger muss man sich keine Sorgen mehr machen, der ist Geschichte, aber bei der nächsten Gemeinderats-Wahl stehen die Damen und Herren, die jetzt abgelehnt haben, doch wieder zur Wahl?

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