Neue Einrichtungen für Kinder und Senioren

Bürgermeister Thomas Nowitzki skizziert beim Neujahrsempfang in Oberderdingen zahlreiche Projekte
Von unserer Mitarbeiterin Claudia Pospieszczyk
Oberderdingen. Zahlreiche Besucher und Ehrengäste konnte Bürgermeister Thomas Nowitzki beim 24. Neujahrempfang der Gemeinde Oberderdingen am gestrigen Dreikönigstag in die Aschingerhalle begrüßen. Unter anderem waren der ehemalige Landtagsabgeordneten Franz Wieser, Erster Landesbeamter Ralph Schlusche, Brettens Bürgermeister Willi Leonhardt, Kürnbachs Bürgermeister Karl-Heinz Hauser und Knittlingens stellvertretender Bürgermeister Walter Fink gekommen. Auch Ehrenbürger Eugen Gültlinger, Altbürgermeister Erwin Breitinger, Brettens Polizeirevierleiter Rolf Hilpp sowie Vertreter aus Industrie, Gewerbe, Handwerk und Handel zählten zu den Gästen.

„Ob 2009 ein gutes oder schlechtes Jahr wird, bemisst sich nicht nach der Veränderung des Bruttosozialprodukts“, sagte Nowitzki. Es gehe bei jedem Einzelnen vor allem um private Themen. Den Neujahrsempfang stelle er deshalb unter das Motto „Herausforderungen in Chancen umwandeln und gemeinsam die Zukunft gestalten“. Nowitzki erinnerte in seiner Rede beispielhaft an die neue Wasserversorgungskonzeption mit der Mischung von Eigenwasser und Bodenseewasser und an Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Flehingen mit einem Investitionsvolumen von knapp 2,1 Millionen Euro in vier Jahren mit den Hochwasserrückhaltungen an Kraich- und Kohlbach. Fast 1,8 Millionen Euro seien in die Erweiterung und Sanierung der Samuel-Friedrich-Sauter-Schule in Flehingen geflossen. Nächstes Schulprojekt sei die geplante Sanierung und Erweiterung der Heinrich-Blanc-Schule in Großvillars.

Im Bereich der „sozialen Infrastruktur“ nannte er Projekte wie das Oberderdinger Kinderhaus und das Familienzentrum mit Familientreff, Beratungsangeboten sowie der Spielscheune. Kinder seien nicht allein Frauensache, sondern Elternsache. Das Kinderhaus, dessen Angebot auch Mitarbeiter der Unternehmen E.G.O. und Blanco nutzen können, diene der Stärkung des Industriestandortes. Zum Thema Familienfreundlichkeit zähle auch die Betreuung von Senioren, die bald auch in Flehingen in der geplanten betreuten Seniorenwohnanlage mit 23 Einheiten in den Kohlbachwiesen in der Dorfmitte erfolgen könne. Nach mehr als 20 Jahren gebe es mit der Ausweisung des Erweiterungsgebietes „Allmend II“ in Oberderdingen die erste neue gewerbliche Fläche. Im Interkommunalen Industriegebiet habe man bislang eine für andere öffentliche Zwecke freigehaltene Fläche erschlossen und so weitere zehn Grundstücke zur Verfügung. Auch die Ansiedlung von Betrieben aus der Recycling-Branche sei in Industriegebieten zulässig. Die Einhaltung der Lärmwerte durch die Unternehmen würden über ein Gutachten nachgewiesen: „Jeder einzelne Betrieb wird individuell auf seine Zulässigkeit nach geltendem Recht geprüft und nicht nach pauschalen Abstandsangaben beurteilt“. Man habe Verständnis für kritische Fragen, Verunsicherung zu streuen sei jedoch unfair. „Falsche Behauptungen werden mit häufigem Wiederholen durch stets die selben Personen nicht richtiger und schaden dem Industriestandort“, betonte Nowitzki.

Spürbare Solidarität im Landkreis Karlsruhe habe er beim Thema Geburtshilfe an der Brettener Rechbergklinik bemerkt. Als Erfolg im Landkreis wertete er unter anderem auch den Neubau der Eduard-Spranger-Schule in Oberderdingen. Mit Unverständnis habe man auf die kurzfristig angekündigte Aufgabe des Lagerhauses durch die BayWa reagiert und suche mit Partnern nach einer langfristigen Lösung. Gesichert sei die Grundversorgung in Großvillars, wo 2009 der Neubau des Bäckereiladens mit Lebensmittelangebot fertig gestellt werde. Nowitzki dankte in Bezug auf die ausgebaute Aussegnungshalle auf dem Großvillarser Friedhof den ehrenamtlichen Helfern.

Er blickte in die Zukunft mit der geplanten Umwandlung des Flehinger Freibades in ein Naturerlebnisbad und der Lösungssuche für das Oberderdinger Feuerwehrhaus. Bei den Veranstaltungen hob Nowitzki die Kinder-Kunst-Woche hervor, die in diesem Jahr ebenfalls angeboten werde. „Mit dem erfolgreichen Slogan . . . alles zum Leben . . . unterstreichen wir seit Jahren den Wohnwert und das positive Lebensgefühl in unserer Gemeinde, wozu auch Veranstaltungen beitragen“. Für die Kommunalwahl am 7. Juni wünschte sich Nowitzki, dass „möglichst viele Bürger sich ihrer Mitverantwortung stellen und zur Wahl gehen. Hoffentlich sind auch viele bereit, sich in die Kommunalpolitik einzubringen“.
Zu den Klängen des Jugendorchesters des Flehinger Musikvereins unter der Leitung von Martin Stief endete der offizielle Teil des Neujahrsempfangs.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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7 Antworten zu Neue Einrichtungen für Kinder und Senioren

  1. T/U sagt:

    Herr Nowitzki von der CDU hat erstmalig und weiterhin die Möglichkeit, sich sachlich und gründlich mit den Inhalten der von Kommentator P.L. aufgeführten Leserbriefe und den von ihm selbst genannten „falschen Behauptungen“ öffentlich auseinander zu setzen.

  2. -Isid. sagt:

    Von sich selbst natürlich!
    Was sonst?

  3. -thier. sagt:

    Wovon überhaupt?

  4. -thier. sagt:

    Was meint Nowitzki (CDU) mit häufigem Wiederholen?

    Etwa die absolute oder die relative oder die kumulative Häufigkeit?

  5. P.L. sagt:

    Erscheinungsdaten des „häufigen“ Wiederholens

    4 x = 17.12. 20.11. 16.09. 26.07.
    3 x = 16.12. 26.07. 17.04.
    2 x = 17.12. 04.08.
    2 x = 11.12. 26.07.

  6. P.L. sagt:

    Häufigkeiten von Leserbriefen und deren Verfasser

    4 x Christian Strohmenger
    3 x Helmut Till
    2 x Bettina Kirchgessner
    2 x Martin Rausch* davon 1 gemeinschaftlich
    1 x Helmut Eberhardt* gemeinschaftlich
    1 x Peter Lingenfelser* gemeinschaftlich
    1 x Ellen Rausch
    1 x Gerhard Schwara
    1 x Bernd Schweizer* gemeinschaftlich
    1 x Jürgen Treffinger
    1 x Günter Zeller

  7. -rl- sagt:

    “Falsche Behauptungen werden mit häufigem Wiederholen durch stets die selben Personen nicht richtiger und schaden dem Industriestandort“, betonte Nowitzki.

    „Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum
    immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der
    Masse.
    Johann Wolfgang von Goethe“

    Beweisen Sie die Richtigkeit durch die Realität und Ehrlichkeit, Herr Nowitzki. Das wäre am einfachsten.

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