Angemerkt

Eine schwierige Geburt – das Bild passt bestens. Niemand will – folgt man den offiziellen Verlautbarungen – die Geburtshilfe am Krankenhaus Bretten schließen. Fakt aber ist, dass seit knapp einem Jahr nach Medizinern gesucht wird, die zusammen mit dem verbliebenen Belegarzt die Arbeit machen. Bislang ohne Erfolg. Seit Mitte Juli ist der Kreißsaal zu und glühen die Telefondrähte im Brettener Rathaus. Oberbürgermeister Paul Metzger hat es geschafft und eine neuerliche Atempause erreicht. Ob es letzten Endes tatsächlich eine tragfähige Belegarztkonstruktion für die Geburtshilfe in Bretten geben wird, scheint dennoch ungewiss. Schon jetzt wurde laut Landratsamt alles Erdenkliche versucht. Das Wunder blieb aus.

Zumindest auf Personalseite. Politisch hingegen ist der Vorgang bedeutsam. Metzger und seine Kraichgau-Fraktion haben eine Beschlussempfehlung des Landrats ausgehebelt. Im Klima sonst weit reichender Einigkeit fällt derlei auf. Und es gibt zu denken. Offenbar sehen nämlich auch die Fachleute der Klinik-Holding, der der Kreis beitreten will, Chancen für die Geburtshilfe. Warum aber erst jetzt? Der Landrat schwört doch seit längerem auf die Ludwigsburger Experten. Christoph Schnaudigel hat sich verkalkuliert.

Matthias Kuld

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