Ab 2009 Stadtwerke-Gas auch für „Nord-Brettener“

Kleck: Wir prüfen derzeit Modalitäten für Wechsel
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf
Bretten. Manfred Eberhardt verstand die Welt nicht mehr: Der Büchiger erfuhr vor wenigen Wochen, dass die EnBW-Erdgas Südwest zum 1. Oktober ihren Gaspreis um etwa 20 Prozent erhöhen werde. „Da habe ich mir gedacht: Ich wechsele den Anbieter. Das habe ich ja beim Strom auch schon so gemacht“. Wie manch anderer Kunde in den nördlichen Stadtteilen wollte Eberhardt zu den Stadtwerken Bretten wechseln. Indes: „Da hat man mir mitgeteilt, dass das nicht möglich ist. Das habe ich nicht verstanden“.

Rat wusste die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Im ganzen Land, schrieben sie Eberhardt, lieferten vier Firmen Gas an Fremdabnehmer. Der Büchiger fand bei den Stadtwerken Konstanz schließlich einen günstigeren Anbieter. „Wir hätten ihn gerne genommen“, erklärt Kleck, Geschäftsführer der Stadtwerke Bretten. Indes: „Noch bieten wir keine Wechsel an. Das wird aber derzeit geprüft“. Er gehe davon aus, dass frühestens zum Jahresbeginn 2009 auch Neibsheimer, Bauerbacher und Büchiger Kunden ihr Gas von den hiesigen Stadtwerken beziehen können. Diese beziehen ihr Erdgas von der „Südweststrom“, einer Gesellschaft, die von 50 Stadtwerken betrieben wird. „Dadurch sind wir bei unserem Gaspreis immer im günstigsten Drittel“, ist sich Kleck sicher. Das werde auch nach der Preiserhöhung zum 1. Oktober um 12,8 Prozent so bleiben: „Alle Anbieter erhöhen derzeit die Gaspreise. Aber wir liegen damit deutlich unter der durchschnittlichen Spanne von 20 Prozent,“ erklärt Kleck.

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7 Antworten zu Ab 2009 Stadtwerke-Gas auch für „Nord-Brettener“

  1. -Ull.Kais.- sagt:

    Und die folgende Frage ist zu beantworten:

    Wurde in der Vergangenheit zu Gunsten der Kunden der Preis reduziert, wenn die Vorlieferanten die Bezugspreise herabsetzten?

  2. Arth. Br. sagt:

    Es reicht der tatsächliche Nachweis, dass die ausufernde Preisanpassung auf einer entsprechenden Bezugskostensteigerung beruht.

  3. ell.ga. sagt:

    Kein Gaskunde erwartet, dass vom Geschäftsführer die Kalkulation offen gelegt wird.

  4. Ottm.Schu. sagt:

    Nach der diesjährigen Freibad-Flaute konfrontiert uns der Geschäftsführer mit der Gaspreis-Überraschung.
    So unterstützt die Sparte Gas die defizitäre Sparte Bäder.
    Funktioniert doch! 🙂

  5. Tess. sagt:

    Ohne jede konkrete Begründung für eine deratig massive und unverschämte Preiserhöhung.

  6. AP sagt:

    Was sind das für kostenerklärende Argumente für die Gaskunden?

  7. Ut.rsl. sagt:

    12,8 Prozent Preiserhöhung ab 1. Oktober 2008!

    Macht überhaupt nichts, weil wir ja unter der durchschnittlichen Preisspanne von 20 Prozent sind!

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