Leserbrief: Ein schlechtes Bild

Zum Artikel „Versteckte Gefahren im Sandelplatz und auf der Wiese” in der Ausgabe vom Samstag, 3. August:
Zugegeben, man kann die Empörung des Herrn Berberich verstehen. Auch ich bin über die Vandalismusschäden und die Zerstörungswut erzürnt. Aber anstatt über die „Brettener Nachrichten“ an die Öffentlichkeit zu gehen, wäre ein anderer Weg der normale gewesen.


Montagvormittag — ein Anruf bei der Gemeindeverwaltung Gondelsheim, und die Bauhofmitarbeiter hätten den Auftrag bekommen, sich der über das Wochenende aufgetretenen Missstände anzunehmen und diese zu beseitigen.
Der Artikel wirft ein schlechtes Bild auf die Gondelsheimer Verwaltung und ihren Bauhof; das kann ich so nicht stehen lassen. Mit meinem Enkelkind bin ich nämlich selbst regelmäßig Besucherin des Gondelsheimer Schlossspielplatzes — durchaus einer der schönsten in der Gegend — und habe solche Mängel noch nie entdeckt.
Dort treffe ich immer viele Gondelsheimer mit ihren Kindern; selbst aus den umliegenden Ortschaften kommen Gruppen, Kindergärten, Vereine zum gemeinsamen Spielen und Verweilen. Beschwerden gab es noch nie! Warum sonst würden so viele Auswärtige den Schlossspielplatz aufsuchen, wenn dort Gefahren für die Kinder lauerten.
Ich weiß, dass die Bauhofmitarbeiter der Gemeinde Gondelsheim jeden Freitag den Auftrag haben, den Spielplatz zu säubern, die Mülleimer zu leeren und die Geräte zu kontrollieren. Dies ist auch an jenem Freitagvormittag geschehen, bevor Herr Berberich am folgenden Sonntag die hässlichen Seiten entdeckt hat.
Wer allerdings in der Zeit dazwischen auf dem Spielplatz war und diese Verwüstung angerichtet hat, wird wohl leider ein Geheimnis bleiben. Als Gondelsheimerin ist mir bekannt, dass sich unter der Woche und besonders an Wochenenden dort Jugendliche treffen und �Partys“ feiern. Dass der Alkohol dabei eine Rolle spielt, ist wohl jedem klar. Die Anwohner werden es gerne bestätigen.
Es ist sehr traurig, dass Jugendliche einen Spielplatz für Kleinkinder immer wieder verwüsten und andere damit unnötigen Gefahren aussetzen.

Petra Schalm Jöhlinger Straße 18 Gondelsheim

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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17 Antworten zu Leserbrief: Ein schlechtes Bild

  1. -oh- sagt:

    Wenn zwei das gleiche tun, ist das noch lange nicht das selbe! 🙂

  2. ürk- sagt:

    Bei bestem Willen absolut nicht nachvollziehbar!

  3. Th. sagt:

    Ein seltsamer Standpunkt! 🙂

  4. ulf. sagt:

    Spektakulärer war für sie danach der Weg über die „Brettener Nachrichten“ an die Öffentlichkeit, den sie Herrn Berberich gerade nicht zugestanden hatte.

  5. chr.-uh. sagt:

    Sie konnte als Gemeinderätin den direkten – nicht öffentlichen – Weg zur Gemeindeverwaltung nehmen.

    Das wäre für sie der normale Weg gewesen!

  6. ls. sagt:

    An JoSt am 10. August 2008

    …“konnte sich Frau Schalm mit ihrem Leserbrief positionieren!“

    Leider nicht qualifizieren und schon gar nicht profilieren!

  7. val sagt:

    Ach ja, im nächsten Jahr finden Kommunalwahlen statt!

    Das erklärt alles! 🙂

  8. hs/Schz sagt:

    Und unterliegt keinesfalls der Kritik einer Gemeinderätin, die unter Umständen für den Inhalt der Beschwerde mitverantwortlich werden könnte.

  9. p/T sagt:

    Auf welche Weise sich ein besorgter Vater artikuliert, bleibt immer noch seine ureigene Angelegenheit.

  10. JoSt sagt:

    Dadurch, dass von Herrn Berberich über „die Brettener Nachrichten“ an die Öffentlichkeit in Form eines nicht normalen Weges gegangen wurde, konnte sich Frau Schalm

    mit ihrem Leserbrief positionieren! 🙂

  11. m/-tt sagt:

    Schlecht für die Gemeinderätin Petra Schalm.

    Dann wäre ja ebenso ihr Leserbrief völlig überflüssig gewesen! 🙂

  12. ürk- sagt:

    „Aber anstatt über die „Brettener Nachrichten“ an die Öffentlichkeit zu gehen, wäre ein anderer Weg der normale gewesen.“

    Soll wohl heißen, die Information der Öffentlichkeit durch Leserbrief war der nicht normale Weg! 🙂

  13. Kerst-.-FIsh. sagt:

    Nicht das Hohelied auf die Gemeinde und den Bauhof singen, sondern verantwortungsvoll Gefahrenvorsorge für die Kinder betreiben, ist das Gebot der Stunde.

  14. Lis.-My. sagt:

    Sollte eine drohende Verletzungsgefahr für die Kinder vorliegen, weil die Gemeinde Gondelsheim das Problem nicht in den Griff bekäme, wäre der Kinderspielplatz sicherlich zu schließen.

  15. Olg. sagt:

    Die jeweilige Inaugenscheinnahme wird den Personalaufwand des Bauhofes gewiss nicht ins Uferlose bringen.

  16. -bam- sagt:

    Wenn bekannt ist, dass vorwiegend an Wochenenden (freitags, samstags, sonntags) verwüstet wird, dann muss der Gondelsheimer Bauhof jweils einen Tag später nach dem Rechten sehen.

  17. -Dagm.Meur./ sagt:

    Frau Schalm sollte eigentlich wissen, dass es hier nicht um eine Zeitraumbetrachtung des Beschwerdeführers, Herrn Berberich, sondern um eine Zeitpunktbetrachtung gegangen ist.

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