Leserbrief : Dezentrale Energieerzeugung

Zu: „Fischer plädiert für Nutzung von Atomkraft“ vom 17. Mai.
Der Abgeordnete Fischer erzählt erneut in seiner Pressemitteilung vom Märchen der billigen und CO-freien Atomkraft. Selbst die CDU ist in einer wenig verbreiteten Studie zu der Einsicht gekommen, dass der Strompreis – rechnete man alle Kosten ein, die die Atomkraft verursacht, man kann es gerade beim Abriss der WAK im Hardtwald live miterleben – circa vier Euro pro Kilowattstunde kosten müsste.
Auch CO-freie Stromproduktion ist schlicht unwahr, Herr Fischer ignoriert erneut jede Tonne CO, die beim Schürfen, Anreichern und Transport von Uran anfällt. Darüber hinaus sind die Gefahren der Atomkraft nach wie vor nicht einschätzbar, die Studie über Leukämiefälle im nahen Umkreis von Atomkraftwerken – und vermutlich auch Forschungsanlagen – ist uns ja allen noch im Ohr.
Wir benötigen regenerative, ortsnahe und dezentralisierte Erzeugung von Energie jedweder Art auf vielfältige Weise – vom Fotovoltaik bis hin zur Wasserkraft oder Biomasse. Das bedeutet zwar notwendigerweise das Aus für die großen Stromkonzerne – aber mittel- und langfristig deutlich niedrigere Energiepreise, weil unabhängig von Importen teurer, weil endlicher Rohstoffe aus dem Ausland.

Jörg Rupp Albert-Schweitzer-Str. 17 Malsch

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