Genug ist nicht genug

Lange hat es gedauert, bis der Bund mit der so genannten Lärmsanierung entlang der B 35 begonnen hat. Noch ein, zwei Monate, dann können die Anwohner im Süden des Stadtteils Diedelsheim aufatmen, dann steht die 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand.
Anders sieht es im zweiten Abschnitt aus: Hier wollten die Planer im Regierungspräsidium angrenzend an den – seinerzeit von Paul Metzger per ordre de mufti aufgeschütteten – Erdwall Lärmschutzwände mit überwiegend Höhen zwischen 1,50 und zwei Metern errichten. Damit konnte und wollte sich der OB nicht anfreunden – und übte Kritik.
Metzgers Hauptargument ist nachvollziehbar: Die Bürger der betroffenen Gebiete wären mit einem Lärmschutz, der gerade mal den gesetzlich vorgeschriebenen Werten genüge, sehr wahrscheinlich unzufrieden. Das hat sich zuletzt in der Kupferhälde gezeigt. Argument Nummer zwei: Der Straßenverkehr nehme in Zukunft nicht ab, sondern immer weiter zu. Mit anderen Worten: Das, was das Regierungspräsidium geplant habe, sei nicht genug. Warum denn nicht höhere Lärmschutzwände planen – und somit mit relativ geringem Aufwand eine deutliche Verbesserung beim Lärmschutz erreichen, fragte sich der OB.
Entgegen aller zuvor gehegten Befürchtungen nahm Metzger den Regierungspräsidenten bei dessen Abstecher in Bretten relativ schnell für seinen Vorschlag ein – und übersprang damit die erste Hürde. Nun steht am Dienstagabend die zweite bevor, denn der Gemeinderat muss entscheiden, ob er das Geld für den verbesserten Lärmschutz überhaupt bewilligt.
Tut er das nicht, laufen die Anwohner Sturm. Sagt er aber die 170 000 Euro zu, steht das Regierungspräsidium in der Pflicht. Letzteres wäre – betrachtet man die Verkehrsprognosen – für Bretten besser.

Thilo Kampf

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