Kreditaufnahme von 390 000 Euro vorgesehen

Oberderdinger Rat beschließt den Haushalt 2008 / Der Etat umfasst 22,7 Millionen Euro
Oberderdingen (pos). In seiner Sitzung am Dienstagabend verabschiedete der Oberderdinger Gemeinderat den Etat für das Haushaltsjahr 2008. Es sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund 22,7 Millionen Euro festgesetzt, davon 17,4 Millionen Euro im Verwaltungsetat und etwa 5,3 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Für vorgesehene Kreditaufnahmen sind 390 000 Euro eingestellt, sowie 3,4 Millionen Euro als Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen.
Die Gemeinderäte nahmen zum Haushalt Stellung. „Die Kassenlage hat sich in den letzten Haushaltsjahren wesentlich verbessert“, freute sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans Meffle. Die selbst auferlegte Ausgabendisziplin zahle sich aus, und man beteilige sich nicht an der „derzeit über das Land rollenden Teuerungswelle“.

Meffle lobte die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro, bedauerte aber die eingestellte Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von fast 1,1 Millionen Euro. Die Rücklagenstärkung müsse Ziel für die Zukunft sein. Erfreulich sei die Umsetzung des Mottos „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ in allen drei Orten der Gemeinde.

Als Fraktionsvorsitzender der FWV hob Uwe Schneider hervor: „Die wichtigen Gebühren bleiben unverändert, es gibt keine Nettoneuverschuldung und die Steuerhebesätze werden nicht erhöht“. Ein wichtiges Thema im Haushalt seien vor allem die Hochwasserschutzmaßnahmen, 500 000 Euro sind dafür eingestellt. Schneider bedauerte die Entnahme aus den Rücklagen, „nachdem wir diese in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut hatten“.

Für die SPD sprach Wolfgang Wagner: „Der vorliegende umfangreiche Haushaltsplan ist die in Zahlen gepresste Gemeindepolitik.“ Der Haushalt stehe auf gesunden Beinen und basiere auf einer gemeinsam aufgestellten und langfristigen Strategie, die man seit einigen Jahren konsequent verfolge. Der Etat enthalte „zukunftsgerichtete Ziele und eine vorbildliche Familienpolitik, wie in der Kinderbetreuung, der Jugendkonzeption und im Seniorenbereich, da überall eine kreative und verantwortungsbewusste Derdinger Handschrift deutlich wird“.

Andrea Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßte die geplanten Investitionen: „Die überfällige Sanierung der Samuel-Friedrich-Sauter-Schule wird in Angriff genommen.“ Positiv sei vor allem auch das Projekt „Schulverpflegung“, bei dem die Kommune finanziell einspringen müsse, um auch Kindern aus sozial schwachen Familien ein Essen ermöglichen zu können. Die denkbare Umgestaltung des Flehinger Freibades in ein Naturerlebnisbad sah Schwarz als „Maßnahme, die den Haushalt wohl entlasten und das Freizeitangebot der Gemeinde erweitern kann“.

Hermann Voorhoeve (OBV) sagte: „Die Investitionen des Haushaltes 2008 sind notwendig“. Man könne in diesem Jahr wichtige Sanierungsprojekte vorantreiben und bringe auch im Bereich der Familienpolitik einiges auf den Weg.

Auch Bürgermeister Thomas Nowitzki nahm zum Haushalt Stellung. Es sei richtig, nun eigene Gewerbeflächen zu planen, um diese Oberderdinger Unternehmen bei Bedarf zur Verfügung stellen zu können. „Bei der geplanten Rücklagenentnahme wäre es schön, wenn man dies so wenig wie möglich realisieren könnte“, so der Schultes. Die Haushaltssatzung wurde einstimmig beschlossen.

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