Naturschutzpreis für Stadt Bretten

Bretten (BNN). Trotz der umstrittenen Erweiterung des Industriegebietes um 22 Hektar in den Rüdtwald wurde der Stadt Bretten beim Wettbewerb „Bundeshauptstadt im Naturschutz“ der Titel „Naturschutzkommune 2007“ verliehen – „für ihr vorbildliches Engagement zum Schutz der Natur“, wie es in der Urkunde heißt, die der Bundesminister für Umwelt, Sigmar Gabriel, und der Bundesvorsitzende Deutsche Umwelthilfe, Prof. Dr. Harald Kächele, unterzeichnet haben.

Wie die Brettener Stadtverwaltung gestern mitteilte, haben 115 Kommunen aus allen Bundesländern am Wettbewerb teilgenommen. Bretten erzielte unter den 40 Kommunen der Kategorie 10 000 bis 30 000 Einwohner den siebten Platz.
Die Deutsche Umwelthilfe rief im Jahr 2007 jede Kommune auf, sich am Wettbewerb „Bundeshauptstadt im Naturschutz“ zu beteiligen und ihr Engagement für den Naturschutz darzustellen. Zu diesem Zweck hatte die Deutsche Umwelthilfe einen Fragebogen erstellt, in dem verschiedene Bereiche abgefragt wurden.

Dazu zählten unter anderem eine erfolgreiche Naturschutz-Planung, Projekte für den Artenschutz, eine gute Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung von Naturschutzinitiativen, ein vorbildlicher Gewässer- und Biotopschutz, die Förderung einer naturverträglichen Land- und Waldnutzung sowie die Kooperationen mit Naturschutzverbänden, Wirtschaftsunternehmen und Bürgern.

Oberbürgermeister Paul Metzger wertet die Auszeichnung als besonders überzeugend: „Wenn man bedenkt, dass die Erweiterung des Industriegebietes Gölshausen in den Rüdtwald im Wettbewerb kritisch beurteilt wurde, freut es mich erst recht, dass dennoch das gesamte, zielorientierte und nachhaltige Engagement der Stadt beim Flächenmanagement und in Sachen Naturschutz durch einen so bedeutenden Preis gewürdigt wurde, den wir unter anderem auch Dank der guten Kooperation mit Brettener Vereinen wie dem Nabu und dem Obst- und Gartenbauverein erreichen konnten.“

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Doku-Rüdtwald, Propaganda, Rüdtwald abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Naturschutzpreis für Stadt Bretten

  1. -el- sagt:

    Rüdtwald wird abgeholzt und Nabu hat nichts mehr dagegen?!

    Worauf wollen dann die Nabu-Leute ihre Nistkästen für die Vögel aufhängen, wenn die Bäume weg sind?
    Obwohl, kein Wald – keine Vögel.
    Ein Trost: Der eigene bleibt sicher – für immer.

  2. pet. my. sagt:

    Mit den Fragen des 12. Kommentars -nz- ist Herr Kächele angesprochen, eine Stellungnahme abzugeben.

  3. L.K. sagt:

    -az- im 11. Kommentar stellt gleich mehrere Fragen.
    Und weiß im voraus, er bekommt keine Antworten.
    Warum denn auch?

  4. -nz- sagt:

    Hat der Bundesvorsitzende Deutsche Umwelthilfe, Prof. Dr. Harald Kächele die Eingaben der Bewerberstädte auf ihre Richtigkeit und Plausibilität geprüft?
    Oder konnte jede Stadt nach belieben die Bewerbungsunterlagen ausfüllen, die dann ungefiltert und unkontrolliert in die Bewertung eingefloßen sind?

  5. -az- sagt:

    Kann man mit Spenden die Ergebnisse beeinflußen?
    Wird dieses kontrolliert und von wem?

  6. osk. sagt:

    Aus dem Blickwinkel des 8. Kommentars mm handelt es sich wirklich um einen wertvollen Naturschutzpreis, der Bretten verliehen wurde.

  7. -Ürk. sagt:

    Absolut keine Fragen mehr. Danke.

  8. mm sagt:

    mal wieder ein Zitat aus „Wikipedia“ zum Thema DUH :

    Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) ist eine seit 1975 bestehende bundesweit tätige Umweltorganisation.
    Die DUH ist kein Mitgliederverband wie der NABU oder der BUND, sondern sieht sich als unabhängiges Forum für Umweltorganisationen, Politiker und Entscheidungsträger aus der Wirtschaft. Durch Bündnisse mit Unternehmen und Umweltpolitikern will sie umweltfreundlichere Wirtschaftsweisen und Produkte fördern.
    Bundesvorsitzender ist Prof. Dr. Harald Kächele. Bundesgeschäftsführer sind Jürgen Resch, der auch Schatzmeister im Dachverband DNR ist, und der grüne Ex-Umweltstaatssekretär Rainer Baake. Insgesamt etwa 50 hauptamtliche Mitarbeiter arbeiten in der Bundesgeschäftsstelle in Radolfzell am Bodensee, im Hauptstadtbüro in Berlin, in der Regionalgeschäftsstelle Nord in Hannover sowie im Elbe-Projektbüro in Köthen.

    Die DUH finanziert sich aus privaten Spenden – vor allem aus Wirtschaftskreisen – sowie aus öffentlichen Fördermitteln. Durch die vergleichsweise großzügige finanzielle und personelle Ausstattung und ihre hochrangigen Kontakte kann die DUH teilweise eine beträchtliche Schlagkraft entwickeln und selbst Großunternehmen – z.B. Autokonzerne – zu ökologischen Korrekturen zwingen.

    Kritiker bemängeln allerdings die fehlende Transparenz der vielfältigen Verbindungen zwischen DUH, (Öko-)Unternehmen und (Umwelt-)Politik bis hin zu personellen Überschneidungen und Beteiligungen.

    Noch Fragen ??

  9. rt sagt:

    Ich frage mich, wo die Deutsche Umwelthilfe bei der Initiative Rüdtwald war.

  10. T/U sagt:

    Beim Vergleich des 3. Kommentars mit dem vierten erkenne ich ein Übermaß an Widersprüchlichkeit.
    Zusätzlich haftet dem 3. Kommentar im Vergleich ein absolut klassischer Inhalt von Zynismus an.
    Mehr geht in der Tat nicht!

  11. äth. sagt:

    Wem hilft die Deutsche Umwelthilfe? – Der Natur oder den Naturzerstörern?

  12. Z-/-A sagt:

    Die Stadt Bretten holzt ihren Rüdtwald ab.

    Die Deutsche Umwelthilfe verleiht ihr den Titel Naturschutzkommune 2007

  13. Qua. sagt:

    Auf der Internetseite der Deutschen Umwelthilfe steht unter
    Projektförderung u.a.:

    Die Goor, ein ursprünglicher Wald auf Rügen, wird mit Hilfe von DUH-Projektzuschüssen erhalten.

  14. pet. my. sagt:

    Wird mit Mehrheitsbeschluß von Stadträten städtischer Wald für städtisches Industriegebiet vernichtet, dann sogar noch verleiht die Deutschen Umwelthilfe den Titel Naturschutzkommune 2007 – und so erreicht die Naturschutzkommune 2007 Bretten noch einen 7. Platz.

    Für vorbildliches Engagement zum Schutz der Natur!

  15. -Hü- sagt:

    Es hat für die „Naturschutzstadt“ Bretten unter 40 Kommunen vergleichbarer Größe nur zum 7. Platz gereicht!

    Der 1. Platz wäre jedoch völlig eindeutig der richtige gewesen!

    Eigentlich schade drum!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.