Eltern kämpfen weiter für kleinere Klassen

Neuhausen (dpa/lsw). Im Kampf um kleinere Schulklassen geht eine Elterninitative aus dem Enzkreis nach ihrer großangelegten Unterschriftenaktion nun noch einen Schritt weiter: Sie plant eine repräsentative Meinungsumfrage in Baden-Württemberg. Dabei sollen sich die Befragten unter anderem zu einer möglichen Verringerung des Klassenteilers äußern.
„Wir zäumen das Pferd noch mal von vorne auf“, sagte Sonja Leicht, die die Initiative mit ihrem Mann gegründet hat. Das Geld dafür soll über die Elternbeiräte in den Schulen gesammelt werden. „Wir wollen kein Bündnis mit Verbänden oder Gewerkschaften, sondern unabhängig bleiben.“ Die Elterninitiative verlangt eine Verringerung der Klassengrößen um jeweils fünf Schüler. So dürften in der Haupt-, Realschule und im Gymnasium höchstens 28 Schüler pro Klasse sein. In der Grundschule würden dann maximal 26 Kinder die Schulbank in einer Klasse drücken.
Mit der Reaktion von Kultusminister Helmut Rau (CDU) auf die Übergabe der 55 000 Unterschriften ist das Paar nicht zufrieden. „Wir hätten gehofft, dass der Minister weiter über das Thema nachdenkt“, sagte Sonja Leicht. Rau hatte auf den Vorstoß der Eltern hin erklärt, er könne die Forderung aus finanzpolitischen Gründen nicht erfüllen – außerdem hatte er darauf verwiesen, dass die Klassenstärken dieses Schuljahr schon leicht gesunken seien.

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2 Antworten zu Eltern kämpfen weiter für kleinere Klassen

  1. v-ros sagt:

    Was bedeuten denn schon 55.000 Unterschriften für Herrn Rau? – Nichts!

  2. Theob. Sch. sagt:

    „Rau hatte auf den Vorstoß der Eltern hin erklärt, er könne die Forderung aus finanzpolitischen Gründen nicht erfüllen“

    Hat er ihnen auch erklärt, wieviel Geld das Land für Stuttgart 21 ausgeben will.

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