Studentenprotest in Bruchsal

OB Doll: Abwicklung der kleinen Uni noch nicht besiegelt
Bruchsal (madl). Die Studenten der privaten International University (IU) haben gestern in Bruchsal für den Erhalt der Hochschule demonstriert. Wie mehrfach berichtet, steht die IU wegen finanzieller Probleme vor dem Aus. Mit der Universität Karlsruhe wurden deshalb auch schon Verhandlungen für eine Nutzung des Campus in der ehemaligen Dragoner-Kaserne geführt.
Bruchsals Oberbürgermeister Bernd Doll hält als Vorsitzender der die IU tragenden Gesellschaftergruppe hinsichtlich der Zukunft der Hochschule „das letzte Wort noch nicht für gesprochen“. Nächste Woche würden Gespräche mit einem möglichen neuen Gesellschafter geführt. Auch mit dem Wissenschaftsminister habe er einen Termin. Danach entscheide sich, ob die IU „abgewickelt“ werde oder in einer noch festzulegenden Form weitergeführt werden könne. Nähere Angaben wollte Doll nicht machen. Allerdings hat für ihn Karlsruhe „Vorrang“.
Die Studenten der International University setzen auf eine positive Zukunft, denn „diese Universität gehört zu den besten im Land und muss erhalten werden“, hieß es. An der Demonstration auf dem Marktplatz nahmen knapp 100 junge Leute teil.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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6 Antworten zu Studentenprotest in Bruchsal

  1. mm sagt:

    Jedem Städtchen seine „Unität“ und jedem (Ober-)Bürgermeisterchen seinen Doktorhut. Viel hilft nicht immer viel, Bildung und Forschung erfordern Know-how und sind deshalb von der Politik abzukoppeln.

  2. ber.-sch. sagt:

    Im Hochschul-Ranking der aktuellen Ausgabe von FOCUS wird die IU Bruchsal positiv hervorgehoben.

  3. Herb. Kl. sagt:

    Das finanzielle Aus haben die Studenten nicht angerichtet.

  4. pp sagt:

    Die Studenten sind diejenigen, welche Nachteile befürchten müssen.

  5. pp sagt:

    Herr Oberbürgermeiser Bernd Doll (CDU) ist nach dem finanziellen Desaster einer von denen, die damalige Warnungen von sich gewiesen haben.

  6. H.U. sagt:

    Die Sache ist doch ganz einfach: wenn man eine private Uni ist, die sich also privat finanziert, dann muss sie für ihre Existenz selbst sorgen.

    Was nützt es, sich als die beste Uni im Land zu brüsten, wenn man nicht für seinen Unterhalt sorgen kann?

    Es gab damals bei Gründung genug Warnungen – in einem Umfeld, das derart nahe an anderen guten (besten 🙂 Hochschulen liegt.
    Da gibt es Heidelberg, Stuttgart, Karlsruhe, Pforzheim, Heilbronn, Bretten (:-))und und und. Mehrere Hochschulen / Fachhochschulen und Berufsakademien in den meisten genannten Städten sogar vereint (Bretten einmal ausgenommen). Jedem Dorf seine Hochschule?

    Und jetzt ruft man nach öffentlichen Geldern, ruft um Hilfe. Bei 20000 Firmeninsolvenzen in der Republik ein Fall wie jeder andere. Mitleid ist nicht angesagt – nur eine Erinnerung an die damaligen Warnungen.

    In Zeiten, in denen sich die Kommunen die Strassenreinigung nicht mehr leisten können, sollte man auf die Studien-Standorte verweisen, die es schon lange gibt.

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