Gemeinnützige Arbeit gegen Studiengebühren

News: Neues Konzept zur Studienfinanzierung in Eppelheim
[05.03.2007, jh] Die Stadt Eppelheim zahlt Studenten im Gegenzug zu Unkrautzupfen und sonstiger gemeinnütziger Arbeit die Studiengebühren. Für die 500€ Studiengebühren pro Semester muss der Student 60 Stunden im Auftrag der Stadt arbeiten.
Einfaches Konzept – Geniale Idee? In Eppelheim haben sich hierfür mehr als 30 Studenten entschieden. Doch ob dieses Projekt auch von anderen Kommunen und Städten übernommen werden wird ist unklar.

Viele Universitätsstädte sind dem angetan, haben aber zu wenig Arbeitsplätze um dieses Konzept wirklich durchführen zu können, wie Ulm. Ettlingen ist das Konzept noch zu wenig durchdacht. Andere Städte wie Bretten bei Karlsruhe befassen sich erst jetzt mit diesem Gedanken. Tübingen reagiert eher verhalten auf das Konzept, Ehrenamtliche Mitglieder würden sich benachteiligt fühlen.
Es bleibt also abzuwarten, in wie weit dies in anderen baden-württembergischen Städten eingeführt werden wird. Die Eppelheimer Studenten jedenfalls sind froh ihren Studiengebühren so entkommen zu können. Und umgerechnet 8,33€ sind ja eigentlich auch kein schlechter Stundenlohn.

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2 Antworten zu Gemeinnützige Arbeit gegen Studiengebühren

  1. -p-w- sagt:

    Die Idee ist gut und praktisch umsetzbar.

    Nur nachzudenken über die Vewendung der Studiengebühren, darf davon nicht ablenken. Die Studiengebühren sollen den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden. Über deren Verwendung entscheidet der jeweilige Senat. In jedem Senat sitzen natürlich auch Studentenvertreter. Allerdings nicht paritätisch, sondern in Unterzahl. Sie haben zwar Mitspracherecht, jedoch bei Abstimmungen wegen Unterzahl keine Möglichkeit, sich für von ihnen favorisierte Verwendungen durchzusetzen.

    Also: 1. Gemeinnützige Arbeit 2. Zahlung der Studiengebühr von 500 Euro pro Semester 3. Fehlende Mitbestimmung bei der Verwendung 4. Alles ist in bester Ordnung.

  2. mm sagt:

    Mit sozialen Themen befassen wir uns in Bretten eher gemächlich, kein „Windhundrennen“ wie sonst, wenn es um Zuschüsse für die oberbürgermeisterliche Visionen geht. Ausserdem bleibt immer noch die Ausrede : Fassen sie doch mal einem nackten Mann in die Tasche!

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