Ideen der Bürger erwünscht

Knittlingens Bürgermeister Heinz-Peter Hopp ruft dazu auf Verbesserungsvorschläge zu machen
KNITTLINGEN. Zum Neujahrsempfang der Stadt Knittlingen begrüßte gestern Bürgermeister Heinz-Peter Hopp rund 220 Gäste. Im Foyer des Neubaus der Dr.-Johannes-Faust-Schule nannte er als kommunale Themenschwerpunkte die Verbesserung der Infrastruktur und die Verschönerung des Stadtbildes.
Der Knittlinger Verwaltungschef ging in seiner Neujahrsansprache auf ein vor einigen Tagen geführtes Gespräch mit einer jungen Mutter ein. Was diese in ihrer aktuellen Situation am meisten aufrege, sei die Frage von Mitbürgern: „Und sie arbeiten nicht?“

Vermutlich, so Heinz-Peter Hopp, machten andere Frauen ganz ähnliche Erfahrungen, wenn sie sich ausschließlich um den Haushalt und die Kinder kümmerten. Die Frage sei, wie die Stadt Knittlingen etwas zu diesem Thema beitragen könne. Neben bereits bestehenden Angeboten sei es sein Wunsch, ein Betreuungsangebot an der Schule einzurichten: gemeinsam mit den Vereinen auf rein ehrenamtlicher Basis. Für ihn „ein großer Schritt in Richtung Ganztagesschule“. Mit den kirchlichen Trägern soll außerdem „eine bessere Vernetzung in Sachen Betreuung auf die Beine gestellt werden“.

Die Aufbruchstimmung des zurückliegenden Jahres sollte 2007 anhalten. Wirtschaftlich gehe es aufwärts, was sich durch höhere Gewerbe-, Umsatz- und Einkommenssteuer-Einnahmen bemerkbar mache. „Es läuft momentan wirklich gut“, sagte Hopp. Da die Zahl der Arbeitslosen aber immer noch zu hoch sei, müsse der Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze ein wichtiges Ziel sein. Die derzeitige Aufschwungphase sei dazu der richtige Zeitpunkt. Die Stadt Knittlingen schaffe mit dem Gewerbegebiet Gröner I und der weiteren Entwicklung am Knittlinger Kreuz die Rahmenbedingungen.
Das Bekenntnis zum Standort Knittlingen zahlreicher mittelständischer Betriebe wecke Optimismus. „Es ist schön, sie hier in der Stadt zu haben“, meinte der Bürgermeister.

Eine bedeutende Rolle spiele 2007 die Infrastruktur. Die Erhöhung der Verkehrssicherheit müsse „besonderes Gewicht haben“. „Ich werde nicht nachlassen, an den geeigneten Stellen vorstellig zu werden“. Mehr Sensibilität wünschte er sich bei diesem Thema vom Verkehrsamt beim Landratsamt, da es auch um Kreis- und Landesstraßen gehe. Umgestaltungen wären im Bereich Rathaus/Stuttgarter Straße sowie Kreuzung Brettener Straße/Wetterkreuzstraße dringend notwendig. Heinz-Peter Hopp lud alle Bürger ein, am 8. März um 19.30 Uhr in der Festhalle Knittlingen an einer Bürgerversammlung teilzunehmen. Stadtmarketingkonzept, die Sanierung des Stadtbildes und die Attraktivitätssteigerung der Stadt bildeten dann die Themen. „Wir sind keine anonyme Verwaltung, sondern allesamt Menschen wie sie“, animierte er keine Scheu zu haben, sich mit Verbesserungsvorschlägen oder Hinweisen an die Stadtverwaltung zu wenden.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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3 Antworten zu Ideen der Bürger erwünscht

  1. mm sagt:

    Man schaue bitte mal auf den Seite der „Bürger für Knittlingen“ vorbei. Wenn da nicht genug Ideen vorhanden sind ! Vorausgesetzt Herr Hopp kann lesen, so kann ihm diese Internetseite seiner „Bürger für Knittlingen“ nicht entgangen sein. Oder versucht er sich hier nur als Souffleur, so nach dem Motto : Bürger, sag mal „Industriegebiet“, um anschließend dann den Auftrag, den ihm der Souverän erteilt hat, auszuführen.
    Eine demokratische Gesinnung kann man nicht heucheln, man hat sie oder nicht.

  2. l-rd sagt:

    Es wäre bürgerfreundlich, wenn auch in der Stadtverwaltung Bretten gute Hinweise und gute Verbesserungsvorschläge nicht nur Eingang finden, sondern auch verwirklicht werden.

    Allerdings kommen bei dieser Thematik in mir starke Zweifel daran auf.

  3. l-rd sagt:

    In Bruchsal fordert Herr OB Doll die Bürger zum Mitregieren auf.

    Etwas bescheidener spricht in Knittlingen Herr BM Hopp in seinem Aufruf, daß man sich mit Verbesserungsvorschlägen oder Hinweisen an die Stadtverwaltung wenden kann.

    In beiden Fällen dürfen sich Bürger in unterschiedlichen Beteiligungsformen engagieren. Beiden Amtsträgern muss dafür von der jeweiligen Bevölkerung gebührender Dank gesagt werden.

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