Hauptsache weg

Es bleibt oft nur ein Kopfschütteln. Immer weniger Zeitgenossen schert es, welches Bild Parks, Straßen und Wege in der Stadt abgeben. So scheint es zumindest. Hemmungslos werfen Passanten ihren Müll ins Grüne oder auf Straße und Gehwege, entledigen sich Autofahrer während der Fahrt von unnötigem Ballast wie Getränkebecher oder Tüten. Hauptsache weg. Welchen Schaden sie damit anrichten, ist den Müllsündern egal oder scheint ihnen zumindest nicht klar zu sein. In Bretten gibt es mehr Beispiele von illegalen Müllkippen, als es den Verantwortlichen im Rathaus lieb sein kann.
Oberbürgermeister Paul Metzger will angesichts dieses Zustands verstärkt auf die Einwohner zugehen und sie in die Pflicht nehmen. Einerseits um die Kasse der Stadt zu schonen, andererseits aber auch, um sie an ihre Aufgaben zu erinnern. Denn die Stadt kann richtigerweise nicht auch noch die Reinigung der Gehwege übernehmen. Das wäre dann doch zu viel für den Steuerzahler. Trotzdem muss die Stadt ihren Aufgaben nachkommen.
Der Hebel muss bereits in den Elternhäusern und in den Schulen angesetzt werden, um jungen Menschen das richtige Verhalten beim Umgang mit der Umwelt beizubringen. Denn Jugendliche gehören vielfach zu den Verursachern der schlimmsten Auswüchse. Das liegt auch daran, dass sich Eltern leider aus einer vernünftigen Erziehung ihres Nachwuchses verabschiedet haben.
Joachim Schultz

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2 Antworten zu Hauptsache weg

  1. pp sagt:

    „Um die Kasse der Stadt zu schonen“, darf Herr Oberbürgermeister Paul Metzger die beschriebenen Zustände nicht tolerieren.

  2. n-Or sagt:

    Wenn man die beiden dazu erschienenen Fotos sieht, fragt man, ob in der Stadt Bretten eine Stadtreinigung existiert.
    Nicht von ungefähr war der aktuelle Leserbrief wegen der Zustände am Brettener Bahnhof mehr als berechtigt. Der obige Artikel ist die logische Ergänzung davon.

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