zum Abschluß des Kampfes um den Rüdtwald :

Ermüdung ( frei nach Eugen Roth )

Ein Mensch erfährt es mit Empörung:
Der schönsten Landschaft droht Zerstörung!
Ein Unmensch baut, und zwar schon bald,
Ein Industriewerk in den Wald.

Der Mensch hat Glück und ihm gelingt,
Daß er die Welt in Harnisch bringt.
Ja, alles stellt er auf die Beine:
Behörden, Presse, Funk, Vereine,
Die scharf in Resolutionen
Auffordern, die Natur zu schonen.

Der Unmensch hat das oft erprobt:
Er wartet, bis man ausgetobt.
Dann rückt–die Zeit ist ja sein Acker–
Er an mit Säge und mit Bagger.

Eh neuer Widerspruch sich regt,
Hat er den Wald schon umgelegt !

Inzwischen hat sich längst der Haufen
All der Empörer müd verlaufen;
Vergebens stößt in seinem Zorn
Der Mensch nun abermals ins Horn.
Der Landrat rät dem Unbequemen,
Die Sache nicht mehr aufzunehmen;
Es wollen Presse auch und Funk
Sich nicht mehr mischen in den Stunk.

Die Herren Räte stör’n sich nicht
An Volkes Zorn und Barrikaden,
Sie sind zum Richtfest eingeladen !!

(Dank an H.Katzmann)

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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2 Antworten zu zum Abschluß des Kampfes um den Rüdtwald :

  1. i-L sagt:

    Schon zuhören im Sitzungssaal ist ein ständiger Kampf gegen die eigene Ermüdung. Vorschlag: Ausgabe von Schlaftabletten an die Zuhörer, dann können sie schneller einschlafen.

  2. P. L. sagt:

    Man braucht als Zuhörer ein gewisses Maß an Ausharrungsvermögen (Sitzfleisch), um sich die ermüdenden Ausführungen in den Sitzungen des Brettener Gemeinderates anzuhören. Meistens ist es zum Davonlaufen.
    Das Zustandekommen der Beschlüsse zum Rüdtwald hat dem die Krone aufgesetzt. Es war regelmäßig zum Weglaufen.

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