Rüdtwald: Es wird gerodet

Bretten (BNN). Die Stadt Bretten könne die bereits erteilte und rechtskräftig gewordene Waldumwandlungs-Genehmigung im Winterhalbjahr 2006/2007 vollziehen. Eine entsprechende Nachricht habe Oberbürgermeister Metzger vom Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Landtags, Jörg Döpper, erhalten, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Die Forstdirektion Freiburg hatte am 26. Oktober die für die Erweiterung des Industriegebiets Gölshausen in den Rüdtwald hinein erforderliche Genehmigung erteilt. Wegen eines Antrags des Bürgerarbeitskreises Bretten und des BUND an den Petitionsausschuss hatte die Stadtverwaltung die Rodungsarbeiten im Rüdtwald bis zur Ausschuss-Sitzung am 1. Dezember zurückgestellt (die BNN berichteten).
Die Ausstockung der Planungsfläche von 22 Hektar soll in Teilabschnitten durchgeführt werden. Als erste Tranche hatte die Forstdirektion Freiburg 10,87 Hektar freigegeben. Nach dem Eintreffen der Nachricht aus dem Landtag am gestrigen Mittwoch habe OB Paul Metzger das städtische Forstamt zunächst lediglich beauftragt, eine erste Teilfläche von 6,5 ha im Rüdtwald zu roden und die Neuaufforstung von 9,5 Hektar im Frühjahr 2007 vorzubereiten, heißt es weiter in der Mitteilung der Stadt Bretten. Als Ersatz für die im Rüdtwald gerodeten Bäume sollen 25 000 kraichgautypische Laubbäume (Eiche, Buche, Ahorn, Linde, Birke, Hasel) gepflanzt werden.
„Damit wird der Hiebs- und Kulturplan wie beschlossen vollzogen und sind die Befürchtungen der Bürger, dass ihre Brennholzwünsche 2006 um etwa ein Drittel reduziert werden könnten, gegenstandslos geworden“, heißt es weiter in der städtischen Mitteilung.

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