Auch ein Ganztags-Gymnasium für Bretten

Nach der Zustimmung des Rates muss nun noch das Land mitspielen / Vorwiegend positive Reaktionen auf GPA-Prüfungsbericht
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Wenn die Kultusbehörden des Landes mitspielen, wird das Ganztagsangebot an Brettener Schulen noch einmal deutlich ausgeweitet: Zum bereits laufenden Grundschul-Ganztagsbetrieb an der Schillerschule und dem Hauptschul-Ganztagsunterricht an der Hebelschule soll nach dem Willen des Gemeinderats nun noch das Edith-Stein-Gymnasium als Ganztagsschule in offener Angebotsform kommen. Der Brettener Gemeinderat hat entsprechende Beschlüsse der Schulgremien mit großer Mehrheit gebilligt. Jetzt wird die Verwaltung einen Antrag bei Regierungspräsidium stellen – wobei dessen Erfolg nach ansicht von Oberbürgermeister Metzger aber nicht gewiss ist.
Tatsächlich hat das Edith-Stein-Gymnasium bereits im Rahmen des achtjährigen Gymnasiums eine Ganztags-Organisation aufgebaut. Seit zweieinhalb Jahren läuft der Mensabetrieb unter der Regie der Bistro-AG und des Fördervereins, mittlerweile an allen Schultagen der Woche. Zusätzliches Personal von Seiten der Stadt soll für den offenen Ganztagsbetrieb nicht nötig sein, heißt es.

An der Umsetzung seien neben Lehrern und Schülern vor allem außerschulische Kräfte wie Eltern, Praktikanten und Lehrbeauftragte beteiligt. Auch eine Kooperation mit Vereinen soll aufgebaut werden. Würde das ESG offiziell als Ganztagsschule (bei der die Schüler wählen können) anerkannt, könnte es vom Land pro Ganztagsklasse ein zusätzliches Lehrerdeputat von einer Wochenstunde einplanen.
Die Haushalts-, Kassen- und Rechnungsführung der Stadt Bretten hat die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) für die Jahre 1999 bis 2004 untersucht und einen umfangreichen Bericht vorgelegt, über den die Verwaltung nun informierte und ihre Positionen dazu darlegte. Die Prüfer beschäftigten sich sowohl mit der finanziellen Situation der Stadt als auch mit einzelnen Abläufen in der Verwaltung. Insgesamt sei, von Ausnahmen abgesehen, gesetzes- und ordnungsgemäß gearbeitet worden, so die GPA. „Viele Beanstandungen sind schon erledigt, andere in Bearbeitung“, erklärte der Oberbürgermeister.

Im Reigen der Fraktions-Stellungnahmen zu diesem Papier sah sich FWV/LUB-Sprecherin Heidemarie Leins in ihrer kritischen Position gegenüber der Verwaltung bestätigt. Ebenso Harald Müller (Grüne), der die Feststellung aufgriff, dass die Kommunalbau GmbH teilweise über ihre Aufgaben hinaus gehe. Gleichwohl hatte er auch Lob für die Stadtverwaltung und ihre Arbeit parat: „Da erscheinen die Beanstandungen in milderem Licht.“ Positives stellte Heinz Lang (SPD) in den Vordergrund: „Wichtig ist der Blick darauf, welche Leistungen in dieser Zeit erbracht worden sind. Nur wer nichts macht, macht nichts falsch.“ Dem pflichtete auch Michael Nöltner von der CDU bei: Die Rügen seien zwar zu beachten, angesichts des langen Zeitraums von fünf Jahren stünde aber ihr Umfang in sehr günstigem Verhältnis zu dem, was geleistet wurde.

Ohne Aussprache gebilligt hat der Gemeinderat den Vorentwurf für die Änderung des Bebauungsplanes „Pfuhlwiesen“ in Büchig. Betroffen sind von der Änderung nur vier Grundstücke, von denen drei bereits bebaut sind.

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