Weiter Lärm trotz Nachtfahrverbots

Bretten (BNN). Vom nächtlichen Lärm durchfahrender Lastwagen fühlen sich auch in Bretten viele Bürger belästigt. Die Brettener Landtagsabgeordnete Ute Vogt (SPD) wollte es detailliert wissen und richtete eine kleine Anfrage an die Landesregierung, in welchem Turnus derzeit Nachtfahrverbote kontrolliert werden und was zukünftig vom Land getan werde, um die Lärmbelästigung für Anwohner zu reduzieren. Anlass war, dass Anwohner sich an die SPD-Abgeordnete gewandt hatten, weil sie sich zunehmend durch den Verkehrslärm gestört fühlen. Sie bezweifeln, dass bestehende Durchfahrverbote regelmäßig kontrolliert werden.

Die Antwort des Innenministeriums: Seit Einführung der Maut habe erst eine größere Kontrolle stattgefunden. Bei diesem Einsatz im Juli habe man festgestellt, dass knapp zehn Prozent der Fahrzeuge unberechtigt von der Autobahnausfahrt Bruchsal Richtung Bretten rollten. Konkrete Angaben zu den angeblich stattgefundenen anlassbezogenen Kontrollen gab das Innenministerium nicht heraus, berichtet das Brettener Büro der Abgeordneten.
Das Problem der nächtlichen Lärmbelästigung sei über ein Durchfahrverbot alleine nicht zu lösen, stellt Ute Vogt fest. Denn laut Aussagen des Innenministeriums handele es sich bei den nächtlichen Ruhestörern hauptsächlich um den so genannten „Erschließungsverkehr“ (Anlieger). Diese Fahrzeuge sind nach wie vor berechtigt auch nachts durch die Gemeinden zu rollen.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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