Optimale Bedingungen für den Schul- und Vereinssport

Anderthalb Jahre nach dem Großbrand steht das neue Hallen-Sportzentrum kurz vor der Vollendung:
Bretten. (ch) Der Großbrand am Karsamstag vergangenen Jahres ist vielen Brettenern noch gut in Erinnerung. Damals versank die erst 1974 errichtete Sporthalle „Im Grüner“ innerhalb kürzester Zeit in Schutt und Asche. Der seiner Übungsräume beraubte Schul- und Vereinssport in der Melanchthonstadt sah einer ungewissen Zukunft entgegen.

Auf den Schock folgte eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, die zu der raschen Entscheidung für den Bau des neuen Hallen-Sportzentrums Bretten (HSB) führte. Nach nur elf Monaten Bauzeit steht „das bisher größte und teuerste Hochbauprojekt der Stadt Bretten“, so Oberbürgermeister Paul Metzger, nun kurz vor seiner Vollendung. Die Brettener Architektengemeinschaft Fetzner-Ketzel-Selinka und mit ihr die beteiligten Firmen haben ganze Arbeit geleistet. Derzeit wird in den Hallen und auf dem Außengelände für die am 7. September geplante Einweihung noch letzte Hand angelegt. „Wir haben eine einmalige Chance mutig genutzt“, resümierte der Rathauschef bei einer Vorbesichtigung am gestrigen Mittwoch.

„In kürzester Zeit ist ein Hallenkomplex entstanden, wie er im weiten Umkreis so nicht zur Verfügung steht.“ Anstelle der alten vierteilbaren Halle können Schulen und Vereine demnächst zwei dreiteilbare Sporthallen mit einer um 540 Quadratmeter erweiterten Gesamtfläche nutzen.

Beide Bauteile sind durch einen zweigeschossigen Zwischenbau mit Foyer, Aula und Catering-Bereich verbunden. Großsporthalle und Aula werden mit einer leistungsfähigen Multimedia-Anlage ausgerüstet. Beste Voraussetzungen, um dort künftig auch Großveranstaltungen abzuwickeln. Der Oberbürgermeister denkt bereits an eine Leistungsschau der Brettener Unternehmen, schränkt aber ein: „Das wäre die Ausnahme.“ Vorrangig diene der Komplex dem Schul- und Vereinssport. Rund 2.500 Schüler von Schillerschule, Max-Planck-Realschule und Edith-Stein-Gymnasium werden dort in den Sportunterricht gehen. Unter der Aula liegt der Sportraum des Vereins Judokan, dessen eigene Halle bei dem Brand stark beschädigt wurde. Projektmanager Rudi Lehnert betonte die innovative Konstruktion mit verbessertem Brandschutz und umweltschonendem Materialeinsatz, der sich auch in den Baukosten niedergeschlagen habe.

Wie es aussieht, werden die Gesamtkosten für das Hallen-Sportzentrum einschließlich zusätzlicher Stellplätze, dem Vorplatz am Haupteingang und der vom Brettener Künstler Willi Gilli gestalteten Glasfassade mit 7,3 Millionen Euro um rund 200.00 Euro unter dem Schätzwert bleiben. Für OB Metzger nicht der einzige Grund zur Freude. Denn aufgrund verbesserter Steuereinnahmen musste die Stadt keine neuen Darlehen aufnehmen. Mehr noch: „Wir können sogar Schulden in Höhe von zwei Millionen Euro tilgen.“ Finanziert wird der Neubau im wesentlichen durch die Versicherungsleistung in Höhe von 5,3 Millionen Euro, 500.000 Euro Zuschuss des Regierungspräsidiums und bislang 80.000 Euro Sponsorengelder.

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