Meinungsaustausch Bürgerinitiative:
Bretten. Ein hohes Maß an Übereinstimmung zeigte sich beim Treffen der Bürgerinitiative Rechberg mit der Gemeinderatsfraktion Bündnis90/GRÜNE in der vergangenen Woche. In der Ablehnung der geplanten Ortsentlastungsstraße und dem Vorrang anderer Lösungsansätze stimmten beide Seiten schon länger überein, so dass sich die Gespräche auf weitere Schritte zur Umgestaltung der Brettener Verkehrsverhältnisse konzentrierten. Gemeinsam befürworten BI und GRÜNE weitere kleine Ausbauprojekte zur Ertüchtigung der Achse Wilhelmstraße – Alexanderplatz in den nächsten Jahren, vor allem im Abschnitt zwischen dem neuen Kreisel Zähringerstraße und dem Alexanderplatz. Auch eine wechselseitige Einbahnregelung zwischen Melanchthonstraße und Bahnhofstraße komme für bessere Verkehrsverhältnisse in Betracht. Eine Verknüpfung beider Straßen über das Karcher- und Post-Areal mit zwei Kreiseln könnte zu einem abschließenden dauerhaften Zustand führen.
Mit gemischten Gefühlen sieht die Bürgerinitiative dem zweiten Bauabschnitt des Wohngebiets Steiner Pfad entgegen. Die Gefahr, eine dann notwendige äußere Erschließung des Wohngebiets könnte zu einem ersten Abschnitt der abgelehnten Entlastungsstraße werden, sei so lange gegeben, wie das bisher entworfene Erschließungssystem von der Stadt unverändert weiter verfolgt werde.
Der überraschend gut funktionierende neue Alexanderplatz – biete jetzt – so GRÜNEN-Sprecher Mansdörfer die Chance, den Marktplatz autofrei zu bekommen. Die B 294 müsse jetzt in einem nächsten Schritt einstweilen auf die Achse Wilhelmstraße – Alexanderplatz gelegt werden – und zwar so lange, bis die B 294- Ortsumfahrung des Bundesverkehrswegeplans zur Realisierung gelange. Für dieses frühestens in 15 Jahren anstehende Projekt kündigte Mansdörfer neue Vorschläge seiner Fraktion an. Die GRÜNEN-Fraktion dankte der Bürgerinitiative für ihr Engagement, durch das erstmals in Bretten eine breite, an der Sache orientierte Diskussion um Verkehrsfragen in der Bevölkerung in Gang gekommen sei. Es sei wichtig, dass die BI weiter am Ball bleibe und sich konstruktiv zu Wort melde.