Bei der Alten Post geht ab kommenden Dienstag gar nichts mehr / Auf Umwegen zur Klinik und zum Einkaufen
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Der Abschluss der wohl schwierigsten Straßenbaumaßnahme in der Stadt steht kurz bevor. Aber vor der Freigabe des neuen ovalen Kreisverkehrs zwischen Alter Post und Jugendmusikschule, die für den 28. Juni fest terminiert ist, müssen sich die Autofahrer noch einmal mit Sperrungen und Umleitungen in größerem Umfang abfinden. Denn der wichtige Verkehrsknoten im Westen der Brettener Altstadt wird ab kommenden Dienstag, 20. Juni, für acht Tage voll gesperrt. Der Verkehrsstrom auf der Achse Alexanderplatz – Pforzheimer Straße muss in beiden Richtungen durch die Innenstadt geführt werden, der Bereich Rechbergklinik und die Geschäfte in der südlichen Wilhelmstraße sind nur noch auf Umwegen erreichbar, wer nach Rinklingen fahren möchte, muss die Strecke übers Brückenfeld nehmen.
Wer allerdings hofft, dass dann ab 28. Juni Umleitungen und Sperrungen in Bretten ein Ende haben, wird sich getäuscht sehen. Denn unmittelbar an die Freigabe des Kreisels schließen sich die üblichen Regelungen wegen des Peter-und-Paul-Fests an. Nicht nur der neue Kreisel muss bis dahin fertig sein, auch der derzeit wegen Bauarbeiten gesperrte Postweg muss bis dahin wieder als Umleitungsstrecke zur Verfügung stehen.
Bevor er an Peter -und -Paul zum Festplatz wird, wird der Marktplatz noch einmal eine Verkehrsspitze erleben. Denn der gesamte Verkehr in Richtung Pforzheim wird durch dieses Nadelöhr geschleust, vom Alexanderplatz kommend über die B35-Ausfahrt Bretten Mitte und die Heilbronner Straße. In der Gegenrichtung geht es durch die Georg-Wörner-Straße zur B35-Auffahrt beim Schwimmbad.
Die Wilhelmstraße wird quasi zur Sackgasse. Über sie kommt man zur Rechbergklinik, zu Aldi und den anderen Geschäften im Süden der Kernstadt. Heraus geht es entweder in der Gegenrichtung oder übers Gottesackertor. Umgekehrt wird es aber nicht möglich sein, übers Gottesackertor zur Wilhelmstraße und in den Brettener Süden zu kommen. In dieser Richtung muss die Straße ab dem Viehmarkt dichtgemacht werden.
Sackgasse wird vorübergehend auch die westliche Bahnhofstraße sein. Wo derzeit noch der überörtliche Verkehr rollt, wird am kommenden Dienstag bei der Jugendmusikschule in beiden Richtungen dicht gemacht. Dadurch kann aber auch die provisorische Stoppstelle mit abknickender Vorfahrt an der Einmündung der Brucknerstraße in die Melanchthonstraße entfallen. Ab Peter -und -Paul wird die Brucknerstraße dann dauerhaft Einbahnstraße in Richtung Bahnhof und den überörtlichen Verkehr in Richtung Pforzheim aufnehmen.
Von Bretten nach Rinklingen geht es während der Sperrung des Kreisels wieder auf der bekannten Umleitung über das Brückenfeld. In der Gegenrichtung wird man (bis auf zwei Tage am Wochenende) direkt nach Bretten kommen und über die Zähringerstraße auf die Melanchthonstraße gelangen. An dieser Einmündung wird ab nächstem Dienstag wieder die Ampelanlage in Betrieb sein.
Einzig Fußgänger und Radfahrer sollen während der Vollsperrung ohne große Umleitungen über die Kreiselbaustelle kommen, kündigt die Stadtverwaltung an. Es soll jederzeit ein begehbarer Weg von der einen zur anderen Seite zur Verfügung stehen.
Nach dem „Sommer der Umleitungen“ im Jahr 2000 und allen den folgenden Grausamkeiten im Brettener Verkehr und in der Ahnung was noch so alles kommen wird, kann man sich doch nur noch fragen : Steckt dahinter eigentlich eine Planung ? Vielleicht im ironischen Sinne?