„Viel zu spät und wenig sinnvoll“

Brettens OB verweigert Aufstellung von Verbotsschildern:
Bretten. (gm) Er ist wieder auf Widerstands-Kurs: Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger, bekannt für seine eigenwilligen Attacken auf den Amtsschimmel, will die vom Regierungspräsidium festgesetzten Schilder zur Durchsetzung der Nachtfahrverbote für „Mautpreller“ nicht akzeptieren und weigert sich, sie auf Brettener Gemarkung aufzustellen. Denn im Gegensatz zum Regierungspräsidium hält Metzger es für „wenig sinnvoll“, an den Autobahnen nur entsprechende Hinweisschilder, die direkten Verbotsschilder aber erst kurz vor Bretten aufzustellen.
Der Verwaltungschef sieht im Gegenteil nachteilige Wirkungen mit Schleichwegen durch die Melanchthonstadt auf Bretten zukommen: „Es macht wenig Sinn, einen LKW zum Beispiel von Heilbronn aus ohne Kontrolle 40 Kilometer Richtung Bretten fahren zu lassen und ihm die paar Kilometer zur B 35 zu verbieten. Gleiches gilt nach Metzgers Meinung auch für das Weiterfahrverbot am Diedelsheimer Dreieck nach Jöhlingen, wo schon aus Richtung Bruchsal eigentlich keine LKWs ankommen dürften: „Die Fahrer werden entweder Schleichwege suchen oder das Risiko eingehen, die wenigen Kilometer zur Bundesstraße zu fahren – auf der sie dann nicht mehr kontrollierbar sind“.
Metzger ist sich bewusst, dass er gegenwärtig mit seiner Weigerung, die Schilder aufzustellen, (noch?) keine Unterstützung von Amtskollegen hat. „Wir stehen damit allein“. Zwar kann das Präsidium die Stadt anweisen, der Aufforderung nachzukommen, aber, so Metzger, „wir wehren uns dagegen“. Und das nicht zuletzt deshalb, weil der OB, der im Übrigen das Nachtfahrverbot nicht für ausreichend hält und ein 24 Stunden – Verbot fordert, befürchtet: „ Schleichwege durch das Industriegebiet Gölshausen, durch Bauerbach, Büchig, Neibsheim, Gondelsheim und Flehingen mit Weiterfahrt über die L 1103 durch die Kernstadt Bretten sind vorprogrammiert“.

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