Es bleibt dabei: Am Sonntag ist Schluss

Brettener Weihnachtsmarkt wird trotz vielfacher Wünsche nicht verlängert
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf
Bretten. Der Brettener Weihnachtsmarkt endet am kommenden Sonntag, 11. Dezember. Mit dieser Entscheidung zog Oberbürgermeister Paul Metzger gestern den Schlussstrich unter eine Diskussion, die Besucher und Beschicker des Weihnachtsmarktes sowie Einzelhändler der Stadt begonnen hatten, nachdem sich der seit 25. November laufende Markt zu einem Besuchermagneten entwickelt hatte.

Aus diesem Grund wollten die Buden-Betreiber den Weihnachtsmarkt noch eine Weile länger laufen lassen. ,,Wir hätten gerne noch die Woche drangehängt“, bringt Heidi Kößler gegenüber den BNN die Stimmung der meisten Beschicker auf den Punkt. Auch Waltraud Zucker wäre ,,begeistert gewesen, wenn ich noch eine Woche gehabt hätte.“ Der Weihnachtsmarkt habe nämlich ,,viel zu früh“ begonnen —und sich der anfängliche Verkauf entsprechend schleppend gestaltet. Frank Daudert, der unter anderem an Peter-und-Paul das Festzelt bewirtet, hätte sich sogar vorstellen können, bis zum vierten Advent weiter zu machen: ,,Da haben die Leute erst das richtige Weihnachts-Feeling“.

Das sieht zwar auch Monika Plötze so, doch wäre es ihr generell lieber, wenn der Weihnachtsmarkt — wie im vergangenen Jahr — nur donnerstags bis sonntags geöffnet hätte. Ins gleiche Horn bläst Katrin Weisert, die sogar den Rückzug für den Fall ankündigt, dass der Markt wieder so früh beginnt und dann kurz aber durchgehend läuft.
Lotte Grauer, Giovanni Procopio oder Ottschke Hemmerlein sind übereinstimmend der Meinung, dass die Zeit vom Nikolaustag bis zum 23. Dezember ideal sei. Auch Markt-Neuling Peter Jahnke vom Diakonischen Werk wünscht sich in Zukunft einen späteren Beginn der Veranstaltung. Allerdings, räumen Beschicker Hemmerlein und Wirt Procopio ein, werde der Weihnachtsmarkt ,,erst abends ab 17 Uhr so richtig interessant“.

Das Brettener Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften hatte mit einer Fragebogenaktion bei vielen Marktbeschickern die Erwartung geweckt, dass der Weihnachtsmarkt über den Sonntag hinaus verlängert werden könne. Dabei sollen sich lediglich drei Marktbeschicker gegen eine Verlängerung ausgesprochen haben.
Eine solche hätte man auch in den Reihen des Einzelhandels und der Gastronomie gerne gesehen: ,,Je länger, desto lieber“, fasst beispielsweise Erika Mößner die Ansicht vieler Befragten zusammen. Auch Andreas Drabek, Sprecher des Einzelhandels in der VBU, wäre es lieber, wenn der Magnet Weihnachtsmarkt noch eine Weile bestünde, wenngleich er einräumt, dass es sehr schwer werden könnte, in Bretten länger als zwei Wochen ein attraktives Weihnachtsmarkt-Programm zu bieten. ,,Das muss ja auch alles organisiert werden.“

Dass der Markt bereits zwei Wochen vor Weihnachten endet, findet Ingo Jäger ,,gelinde gesagt: nicht so toll“. Gerade in dieser Zeit gehe es ,,doch erst richtig los“. Wenn man schon so früh beginne (,,Die Entscheidung über diesen Termin kann ich absolut nicht nachvoll-ziehen“), könne man den Markt trotzdem bis kurz vor Heiligabend laufen lassen. Jäger: ,,Das macht Bruchsal doch auch — und da funktioniert es.“

Die Befürworter einer Verlängerung waren aber beim OB abgeblitzt. Metzger: ,,Man hat mir den Wunsch vorgetragen und ich habe das mit dem Hinweis auf meine Zusagen gegenüber den Kirchen abgelehnt.“ Von der Fragebogenaktion seiner Mitarbeiter habe er nichts gewusst. Metzger erinnert an die Kritik der Kirchen, dass am ersten Advent ein verkaufsoffener Sonntag abgehalten würde. ,,Ich habe den Vertretern der Kirchen dann zugesagt, dass der Weihnachtsmarkt definitiv am 11. Dezember endet und ab 12. Dezember wieder die besinnliche Zeit stattfindet“.

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