„Chance eines Bürgerentscheids zum Rüdtwald wurde vertan“

„Chance eines Bürgerentscheids zum Rüdtwald wurde vertan“
Brettens Grüne akzeptieren Mehrheitsentscheidung des Rats
Bretten (BNN). In der Mitgliederversammlung der Brettener Grünen im Schweizer Hof berichteten nach der Rückschau auf das bald abgelaufene Jahr durch Vorsitzende Renate Pinhard die Stadträte Mansdörfer und Michel-Wittig über ihre kommunale Arbeit. Der Fraktionsstatus zeige positive Auswirkungen, Akzeptanz, Kommunikation und Austausch von Argumenten liefen gut.
Otto Mansdörfer erläuterte die Entwicklung des Flächennutzungsplan, wo bei der Neuausweisung von Flächen Zurückhaltung geübt und der Nachverdichtung der innerörtlichen Bebauung Vorrang eingeräumt werde. Durch die weitergehende Umstrukturierung im Brettener Süden entstünden bis zu zehn Hektar zusätzliche Fläche für gewerbliche Neubesiedelung.

Als Sicherung von hochwertigen Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich bewertete Mansdörfer die geplante Verlagerung der Firma Gillardon. Der Eingriff ins Landschaftsschutzgebiet Rechberg werde durch die Neuausweisungen im Flächennutzungsplan (300 Hektar) bei weitem ausgeglichen. Zum Thema Rüdtwald stellte Mansdörfer fest alle Einwände hätten zum Bedauern der Grünen nicht zu einem Meinungsumschwung der Bürgervertreter geführt. ,,Der Mehrheitsbeschluss muss akzeptiert werden“. Die 6000 mit großem Engagement von vielen Brettenern gesammelten Unterschriften wären bei weitem ausreichend für einen Bürgerentscheid gewesen. Es sei im Rückblick bedauerlich, dass sich BUND und Bürgerarbeitskreis damals plötzlich geweigert hätten, die Unterschriften im Rathaus abzugeben. ,,Die Chance eines Bürgerentscheids wurde vertan.“
Die von der Verwaltung favorisierte Südwestspange von Bretten, die B 294 mit Tunnel-lösung und Brücke löste erwartungsgemäß Diskussion bei den anwesenden Mitgliedern aus. Einerseits besticht die Aussicht auf eine beachtliche Entlastungswirkung, andererseits befürchtet man ein noch höheres Verkehrsaufkommen im Brettener Raum. Bei der Planung des Verkehrsknotens Zähringerstraße im Volksmund bereits Hundeknochen genannt, wurde die gelungene Lösung für Radfahrer besonders hervorgehoben.
Monika Michel-Wittig berichtete über den Kindergartenbedarfsplan. Er wird von den Grünen kritisch betrachtet, weil die Gleichbehandlung der Träger nicht gewährleistet sei und er nur unzureichend auf die schrumpfende Kinderzahl reagiere.
Der Neubau der Sporthallen im Grüner, die bis September 2006 stehen sollen, wurde von den Grünen positiv beurteilt. Die Investitionen in Brettener Schulen gehe in die richtige Richtung. In kurzer Zeit seien vier neue Mensen eingerichtet worden, um Schulkinder mit Mittagessen zu versorgen. Damit sei Bretten vorbildlich.
Nach diesen Ausführungen wurde ausgiebig diskutiert: Neue Projekte, wie die Veranstaltungsreihen mit Exkursionen über gentechnikfreie Ernährung, und erneuerbare Energien laufen am Donnerstag, 24. November, an. Als erste Veranstaltung findet um 19 Uhr die Besichtigung der Bäckerei Stiefel in Diedelsheim statt.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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