Statt Schulden 375 Euro Guthaben pro Kopf

Ergebnis des Etats 2004 fiel in Zaisenhausen unerwartet gut aus /3,8 Millionen Euro Volumen
Zaisenhausen (fst). Bei der jüngsten Gemeinderatsitzung in Zaisenhausen wurde vom Gemeinderat das Ergebnis der Jahresrechnung 2004 festgestellt. Bürgermeister Wolfgang Bratzel führte dazu aus, dass das Ergebnis unerwartet gut ausgefallen sei. Das Zahlenwerk wurde von Rechnungsamtsleiter Gerd Weißert vorgetragen. Das Volumen des Gesamthaushalts im Jahr 2004 betrug demnach rund 3,8 Millionen Euro.
Weißert hob hervor, dass das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes wesentlich besser ausgefallen sei als bei der Aufstellung des Haushaltes zu erwarten war. Zurückzuführen sei das vor allem auf die Einnahmen bei der Gewerbesteuer von insgesamt rund 965 000 Euro, was Mehreinnahmen gegenüber dem Ansatz von 325 000 Euro entspricht. Wesentliche Mehrein-nahmen waren bei den Holzerlösen in Höhe von 14 500 Euro und den Abschreibungen in Höhe von 17 900 Euro erzielt worden.

Erfreulich seien auch die Minderausgaben bei den Personalkosten in Höhe von 12 000 Euro. Unter dem Strich ist im Verwaltungshaushalt ein Überschuss in Höhe von 446 000 Euro entstanden. Im Haushaltsplan waren 0 Euro ausgewiesen. Der Überschuss wird dem Vermögenshaushalt zugeführt und steht zur Finanzierung von Investitionen zur Verfügung.
Im Vermögenshaushalt wurde laut Weißert weniger als veranschlagt ausgegeben, vor allem beim Grunderwerb in Höhe von 621 000 Euro und dem Projekt ,,Farrenstall“ in Höhe von
25 500 Euro. Allerdings werde die Erweiterung des Gewerbegebiets ,,Flurscheide“ und das Baugebiet ,,Gochsheimer Pfad“ durch Grunderwerb die Haushalte in den Folgejahren belasten.
Der jährliche Zuschuss an die Stadtbahn beträgt laut Angaben des Finanzexperten rund
15 000 Euro. Hinzu kam eine wesentliche Mehrausgabe durch einen Investitonszuschuss
an die Stadtbahn in Hohe von 14 200 Euro. Weniger Einnahmen sind bei dem Verkauf von Grundstücken in Höhe von 85 000 Euro entstanden, da Gemeindegrundstücke erst im Folgejahr veräußert wurden. Insbesonders durch die hohe Zuführung vom Verwaltungshaushalt in Höhe von 446 000 Euro wurden der allgemeinen Rücklage statt 620 000 Euro nur 54 000 Euro zum Ausgleich des Vermögenshaushaltes entnommen.
Die allgemeine Rücklage hat einen Bestand von 660 000 Euro und liegt dadurch weit über der gesetzlich geforderten Mindestrücklage. Durch die außerplanmäßige Tilgung der Rest-schulden im Vorjahr ist die Gemeinde Zaisenhausen laut Weißert schuldenfrei.
Zur Zeit habe die Gemeinde ein Pro-Kopf-Guthaben in Höhe von rund 375 Euro, was in der heutigen Zeit beispielhaft sei. Durch Investitionen werde sich dieses Ergebnis im nächsten Jahr jedoch wieder ändern.

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