Leserbrief : Was ist am Antrag „populistisch“

Zum Bericht „Eltern sehen höheren Bedarf an Ganztagsbetreuung“ vom 23. Juni:
Dem laut OB Metzger „populistischen“ Antrag von Stadtrat Frank Altenstetter, alle 35 Plätze im „Haus Regenbogen“ voll zu bezuschussen, schloss sich nach Aussage der BNN der Gemeinderat nicht an.
Was ist ein populistischer Antrag? Als Populist (von populus: das Volk) wird ein Politiker bezeichnet, der mit populären Schlagworten und vagen Versprechungen, durch Vereinfachungen, Pauschalisierungen und Emotionali-sierung um die Gunst des Wählers buhlt. Ihm wird somit unterstellt, dass seine politischen Äußerungen die anstehenden Probleme nicht richtig darstellen und nicht nachhaltig lösen. Populisten richten sich an die breite Masse, appellieren an Instinkte und bedienen Vorurteile, anstatt die in Wirklichkeit komplexeren Probleme realistisch darzustellen.
Heute ist „populistisch“ in der politischen Kommunikation ein Schimpfwort, die Aussage des Oberbürgermeisters also durchaus als bewusste Beleidigung eines Stadtrates zu werten. Paul Metzger hat den Müttern und Vätern der Kindergartenkinder sowie der Öffentlichkeit zu erklären, was an dem Antrag des Gemeinderatsmitglied Altenstetter „populistisch“ ist. Zur Sache selbst trägt dieser Ausdruck aus dem Mund des OB absolut nichts bei. Als Leser kann man sich nur wundern.

BürgerArbeitsKreis Bretten
Franz Cizerle
Matthias Menzel
Bretten

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