Platz für alles, was eine moderne Schule braucht

Richtfest am Erweiterungsbau von Schillerschule und Max-Planck-Schule / Winterwetter verzögert die Fertigstellung
Bretten (wai). Ein Traum geht an der Max-Planck-Realschule und der Schillerschule in Erfüllung. Das Richtfest für den Erweiterungsbau, von dem beide Schulen profitieren, konnte jetzt gefeiert werden. „Raum für Raum ein Traum“ reimte Reinhard Großmüller bei diesem Anlass. Ein Traum, den er sich „Zimmer für Zimmer immer wieder auf der Zunge zergehen“ lasse, freute sich der Rektor der Schillerschule. Aus dem Traum sei Wirklichkeit, gemauerte Realität geworden: Klassenzimmer, Cafeteria, Ruhezone, Kreativ-Raum, Förderraum für Motorik, Hausaufgabenraum und Spielzimmer umfasst unter anderem das Raumprogramm, das in dem Erweiterungsbau für die benachbarten Schulen realisiert wird.

Hier, so beschrieb OB Paul Metzger das Vorhaben, entstehe auf l 500 Quadratmetern eine Erweiterungsfläche, die alles umfasse, was eine moderne Schule brauche. Er hoffe sehr, dass der vom Gemeinderat gesteckte Kostenrahmen von 2,66 Millionen Euro eingehalten werden könne. Das harte Winterwetter habe einen Strich durch den Zeitplan gemacht. Entgegen den ursprünglichen Planungen könne der Erweiterungsbau frühestens zu den Herbstferien eingeweiht werden, bedauerte Architekt Jürgen Fetzner.

Das konnte die Freude von Reinhard Großmüller nicht mindern. Wann und wo er auch immer über die Entwicklung der Ganztagsgrundschule berichte, sehe er verwunderte Gesichter. In einer Zeit, in der alle über sinkende Ressourcen klagten, werde er beneidet, als ob er auf einem anderen Stern lebe. Hier werde ein schlüssiges, auf dem neuesten Stand der Pädagogik aufbauendes Konzept für eine Ganztagsgrundschule realisiert, „ausgestattet mit allem, was gegenwärtigen Wünschen der Eltern, Kinder und Lehrerschaft entspricht.“ In Bretten seien die Zeichen der Zeit frühzeitig und richtig erkannt, gedeutet und die entscheidenden Schritte eingeleitet worden, um die Nase vorn zu haben.

Als eine Antwort auf die Herausforderungen, die sich aus gesellschaftlichen Veränderungen ergebe, der Notwendigkeit der verstärkten Betreuung, feiere man das Richtfest mit dem Ziel, die Ganztagesschule zweizügig auszubauen. Die Schülerzahlen sprächen für sich. Die Zweizügigkeit sei derzeit gesichert. Ein klein wenig Wasser mischte Martin Knecht in den Wein. Der Rektor der Max-Planck-Realschule, die unter anderem drei neue Klassenzimmer bekommen wird, mochte nur wenig Verständnis aufbringen für die Milliardeninvestitionen in die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft und den knapper werden Geldern für die Schulen. Die Prioritäten seien falsch gesetzt. Ihm sträubten sich die Haare angesichts dieser Mittelverteilung. In Bretten sei die Situation glücklicherweise anders.
Zielorientiert hätten sich OB Paul Metzger, Bürgermeister Willi Leonhardt und der Gemeinderat „mit visionärem Blick in die Zukunft und kluger Reaktion im Hier und Jetzt für das Wohl unserer Kinder eingesetzt“. Das sei umso notwendiger, als die Schule für manchen Schüler zu einem zweiten Zuhause geworden sei. Jetzt komme der fünf Jahre währende konstruktive Kampf der Elternvertreter zusammen mit der Schulleitung mit dieses Projekt zu einem glücklichen Ende.

In diesem Geist hatte die Rohbaufirma die vielleicht 30 Gäste auf die folgende Richtfestfeier eingestimmt: „Ein gutes Zeichen dieser Zeit, dass unser Bretten wächst, gedeiht,“ rief Jürgen Pfirmann von ganz hoch oben, ehe er „das Glas, wohl ausgeleert“ am Boden zerschellen ließ.

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