Verpackungs- Spezialist baut eine neue Halle

Lindörfer + Steiner erweitert Produktionsstätte in Gölshausen
Thilo Kampf
Bretten-Gölshausen. Vor rund drei Jahren wurde das rund 3 000 Quadratmeter umfassende Gebäude der Firma Lindörfer + Steiner im Brettener Industriegebiet Gölshausen eingeweiht. Heute, drei Jahre später, erweitert der Verpackungshersteller seine Produktionsstätte um ein weiteres Gebäude auf einer Fläche von insgesamt rund 1 500 Quadratmetern.

Anstelle des obligatorischen Spatenstichs lud Geschäftsführer Peter Steiner Vertreter der Brettener Stadtverwaltung und des Gemeinderates zur Begutachtung des Rohbaus ein – für Oberbürgermeister Paul Metzger ein Beleg für das ,,enorme Tempo“, das dieses junge Unternehmen an den Tag lege. Die Tatsache, dass das Unternehmen viel Eigenkapital gebildet habe und sich der Betrieb gesund entwickle, sei ,,in Deutschland eine Ausnahme“, lobte Metzger. Erfreulich sei, dass die Firma noch weiteres Gelände in Gölshausen besitze, womit auch in Zukunft Erweiterungen möglich seien.
In diesem Zusammenhang forderte Metzger ,,eine baldige Ausweitung“ des Industriegebietes Richtung Rüdtwald, da viele Unternehmen in Gölshausen erweitern wollten. ,,Wenn da nicht dringend benötigte Industrieflächen erschlossen werden, passiert was.“ Es gehe ,,uns offenbar noch zu gut in Deutschland“ ereiferte sich Metzger, sonst würde man ,,nicht vier verschiedene Umweltgutachten“ einholen.
Firmenchef Peter Steiner erinnerte an die Anfänge des Unternehmens, das er vor knapp zehn Jahren zusammen mit Klaus Lindörfer in Walzbachtal gegründet hatte. ,,Eigentlich waren wir ein Ingenieurbüro und haben Verpackungen entworfen – doch dann sagten wir uns, lass‘ sie uns doch produzieren,“ meinte Steiner.
Die Firma spezialisierte sich also auf die Herstellung von Mehrwegverpackungen und ließ sich dabei ein selbst entwickeltes Verfahren (,,Hohlkammerplatten“) patentieren.
Nachdem die ursprünglich 150 Quadratmeter Produktionsfläche nicht ausreichten, zog Lindörfer + Steiner im April 1997 nach Büchig in eine 700 Quadratmeter große Halle um. Im Juli 1997 starb Klaus Lindörfer. Im Jahr 2000 beschlossen die Verantwortlichen den Neubau eines größeren Firmengebäudes und verhandelten bereits mit der Gemeinde Oberderdingen. Ein Standortvergleich des Büros Dill + Hauf (Bretten und Mühlacker) habe aber schließlich den Ausschlag für Bretten gegeben, erklärte Architekt Siegfried Hauf.
So wurde im August 2001 in Industriegebiet Gölshausen das 3 000 Quadratmeter große Firmengebäude fertiggestellt. Hier werden nicht nur Hohlkammerplatten produziert, sondern auch komplette Systeme entwickelt und fertiggestellt. Zu den Kunden des Unternehmens zählen unter anderem Audi, Daim1er-Chrysler, Porsche, Dynamit Nobel oder die Linde AG.
Waren es am Anfang noch zehn Mitarbeiter, so zählt das Unternehmen inzwischen bereits 50 Beschäftigte, die einen Jahresumsatz von zuletzt rund zehn Millionen Euro erwirtschafteten.

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1 Antwort zu Verpackungs- Spezialist baut eine neue Halle

  1. -r-n- sagt:

    Jetzt hat der OB hellseherischen Fähigkeiten. Wie sonst könnte er behaupten, dass es in Deutschland nur wenige Betriebe mit ausreichendem Eigenkapital gibt.
    Was es heißt ohne Eigenkapital vegetieren zu müssen weiß der OB sicherlich am besten. Denn aus eigener Erfahrung, bei den Stadteigenen Betrieben wie Kommunalbau GmbH oder Wohnungsbau GmbH, weiß er genau dass es keine andere Möglichkeit mehr gibt, als die Unternehmen mit Steuergeld aufrecht zu erhalten – sprich Eigenkapital zuzuführen. Das schlimmste dabei ist, dass das gesamte (Risiko)kapital aus Steuergeld besteht!!!

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