Noch kein Ende des Provisoriums in Sicht

Gemeinderat votiert für ovale Kreisellösung:
Bretten. (gm) Eines scheint sicher: Wenn im Frühjahr die neue Rinklinger Straße ihrer Bestimmung übergeben wird, ist nur ein Teilabschnitt geschafft. Denn vermutlich kann man dann nicht, wie die Stadt es gehofft hatte, auf den neu gestalteten Kreisel Wilhelmstraße/Rinklinger Straße/ Bahnhof – und Zähringerstraße zufahren, sondern muss zunächst weiterhin mit dem Provisorium vorlieb nehmen. „Es war unser Ziel, beide Maßnahmen zeitgleich zu verwirklichen“, stellt Oberbürgermeister Paul Metzger fest. „Realität ist aber, dass der Ausbau bis zum Kreisel reicht und dann im Spätjahr vielleicht eine neue Baustelle eröffnet wird“ – – wenn dann das Geld dafür da ist und sich das Straßenbauamt, das ab 1. Januar die Zuständigkeit an das Regierungspräsidium weitergibt, mit dem Brettener Votum für einen ovalen Kreisverkehr anfreunden kann. Der Gemeinderat stärkte am Dienstagabend jedenfalls dem OB den Rücken für das auch durch eine von Bretten in Auftrag gegebene Verkehrsuntersuchung untermauerte Oval: Einmal durch ein einstimmiges Votum und zum zweiten durch die Bitte an den Verwaltungschef, bei den zuständigen Stellen die „Dringlichkeit der Maßnahme deutlich zu machen“ (Martin Judt, CDU).

Geprüft worden sind im Rahmen des Gutachtens drei Varianten für einen der meist befahrenen Knotenpunkte Brettens: Runder Kreisel, ovaler Kreisel und Doppelkreisel. „Die Erkenntnisse aus dem Gutachten sind wichtig“, unterstrich Stadtplaner Ulrich Braun die Untersuchung, die angesichts der bei der hohen Verkehrsbelastung voraussehbaren Probleme bei rundem – und Doppelkreisel sowie bei Ampelanlagen eindeutig für das Oval plädiert. „Wir sind überzeugt davon, dass das Oval die beste Lösung ist“, stellte auch Otto Mansdörfer (Grüne) fest und Heidemarie Leins (Freie Wähler) bestätigte: „Wir sind mit dieser Lösung vollauf zufrieden.“ Heinz Lang sprach aus, was sich alle wünschten: „Ich hoffe, dass der OB sich damit durchsetzt“. Und der machte gleich deutlich, dass er den Verweis auf fehlendes Geld nicht gelten lassen will: „Es kann in diesem Bereich nicht permanent auf das Geld hingewiesen werden – hier ist auch die Verkehrssicherungspflicht angesprochen“.

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2 Antworten zu Noch kein Ende des Provisoriums in Sicht

  1. Franz Cizerle sagt:

    Die Kreisellösung ist tatsächlich die beste, wenn die Ampelanlage und der Rückstau an der Kreuzung Melanchthonstr./Zähringerstr. nicht wären.
    Wenn man aber die Melanchthonstr. als Einbahnstr. Richtung Westen ausweisen würde (wie schon mal gehabt), bräuchte man nur noch eine verkehrsabhängige Ampelschaltung für Linksabbieger von der Melanchthonstr. in die Zähringerstr. Richtung Pforzheim zu schalten.
    Zudem wäre das Parkproblem vor der Post mit erledigt. Das wäre zumindest einen Versuch wert, wenn man nicht so oder so auf die positive Erfahrungswerte zurückgreifen will.

  2. -er-f- sagt:

    Die Frage nach den Kosten stellt sich wohl nicht. Wie hoch sind die Gesamtkosten, wie hoch ist der Zuschuss vom Straßenbauamt wenn überhaupt und was passiert wenn überhaupt kein Zuschuss bezahlt wird? Das wäre das Mindeste was man den Bürgern sagen muss.

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