Arbeitsplätze scheinen gesichert

Amerikaner übernehmen Beru:
Bretten. (gm) Der amerikanische Autozulieferer Borg Warner wird rund 63 Prozent des Aktienkapitals der deutschen Beru AG mit Sitz in Ludwigsburg erwerben und damit die Beru AG übernehmen. Beru ist mit rund 200 Arbeitsplätzen auch im Brettener Industriegebiet Gölshausen ansässig.
Die Borg Warner Germany GmbH, Heidelberg, ein mittelbares Tochterunternehmen der Borg Warner Inc. mit Sitz in Delaware, USA, will mit der Beru – Übernahme sein Know How in Diesel-Motoren weiter ausbauen und seine Kapazitäten in Fahrzeug-Elektronik erweitern. Bei Beru sieht man die geplante Übernahme „vorbehaltlich der noch folgenden
Angebotsunterlagen als strategisch positiv an“, so der Vorstand, der nach vorliegenden Informationen von einem Erhalt der Eigenständigkeit auch nach der Übernahme ausgeht.

Es sei vorgesehen, Beru als strategisch bedeutsame Geschäftseinheit der Borg Warner- Gruppe zu führen, wobei sich positive Synergie-Effekte aus der wechselseitigen Nutzung von Kundenbeziehungen und der geografischen Präsenz ergeben könnten. Mit der Einschränkung, mit Blick auf die Vier-Wochen-Frist des Wertpapier- und Übernahmegesetzes gegenwärtig nur „vorläufige Anmerkungen“ zu der angekündigten Übernahme machen zu können, erklärte der Beru-Vorstandvorsitzende, Marco von Maltzen, man gehe davon aus, den eingeschlagenen Wachstumskurs nachhaltig fortsetzen zu können und sich die Beschäftigungssituation der Beru Gruppe nicht ändern werde.

Auch Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger geht davon aus, dass sich für die rund 200 Beschäftigten am Standort Bretten nichts ändern wird. „Ich hoffe eher auf eine Weiterentwicklung dieses Standortes. Die bisher verkündete Linie mit Investitionen in Forschung und Entwicklung bei Beru bereitet uns keine Sorgen, sie könnte eher günstige Zukunftsperspektiven beinhalten“.

Im Zusammenhang mit der Übernahme wird für die Stadt aber auch die Frage wichtig: Wie wird die steuerliche Regelung nach der Übernahme aussehen? Bleibt der steuerliche Verbund mit Ludwigsburg erhalten? Aus dessen Gesamtgeschäftsergebnis sind bisher entsprechend der Lohnsumme am Standort Bretten Steueranteile in die Gewerbesteuer eingeflossen. Und es bleibt die Gewissheit, „dass die Globalisierung uns jeden Tag vor neue Herausforderungen stellen kann“.

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