Leserbrief : Die Grenzen des Zumutbaren sind überschritten

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich ein Architekt und die Verantwortlichen im Rathaus in der Friedrichstraße/ Ecke Leyertor eine Art Testgebiet ausgesucht haben, um die Grenzen des Zumutbaren auszuloten. Obwohl diese Grenzen längst überschritten sind, glauben einige Familien in diesem Block, noch etwas draufsetzen zu können.

Montag um 14 Uhr, Freitag um 18 Uhr, oder Sonntag zur Mittagszeit, ganz egal, es ist immer das gleiche Szenario: Fünf, zehn oder mehr Kinder von drei Jahren aufwärts machen diese Ecke zum Spielplatz. Garagentor, Haustüren, Laternen und Schaufenster sind die Zielscheiben beim Fußballspiel.
Von Spiel kann keine Rede mehr sein, dient es doch einzig und allein dazu, zu zerstören. Wettrennen auf Inlineskatern, im Pulk von Fünfen, den Autos vorneweg, ein Sturz eines der Kinder und ein Autofahrer einen Moment unachtsam. Ja, warum hat man? Warum hat man nicht? Wie oft wurden die Eltern auf ihr Fehlverhalten hingewiesen, was dieses „Spiel“ für Folgen haben kann. Reaktion: Grinsen.

Gleiche Ecke, 50 Meter westlich und östlich: Die Stadt stellt weiter Parkberechtigungsscheine aus, wohl wissend, dass es schon lange keine freien Plätze mehr gibt. Es ist an der Tagesordnung, Ein- und Ausfahrten zuzuparken. Ebenso werden dringend benötigte Stellplätze für das Bestattungsunternehmen ständig von anderen belegt. Was bedeutet, einen Sarg zig Meter weit zum Wagen zu tragen. Zu allem Übel wurde das Leyertor von Süden her wieder geöffnet. Wegen eines Nörglers?

Freitag- bis Sonntagnacht müssen wir noch das Türenschlagen, Gegröle und Hupen der Saufkumpane ertragen, die sich in der Pforzheimer Straße abfüllen. Flaschen, Dosen und Abfall nach einer solchen Nacht zieren das „Restgrün“ vor unserer Nase.

Es wäre einfach, das Genannte zu ändern, denn es gibt Gesetze und Verkehrsregeln. Man muss diese Verstöße nur ahnden – konsequent!

Walter Ernst
Friedrichstraße 15
Bretten

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