Wahlkampf prägte die Sitzung des Schulbau-Ausschusses

Pläne für Ganztagsbetrieb

Wahlkampf prägte die Sitzung des Schulbau-Ausschusses

Bretten (ba). Die Umstellung auf Ganztagsbetrieb an mehreren Schulen macht größere Baumaßnahmen nötig. In der Sitzung des Schulbau-Ausschusses am Mittwoch wurden Planungen und Konzepte vorberaten. Relativ einfach lässt sich am Edith-Stein-Gymnasium eine Erweiterung für ein Bistro realisieren, erläuterte Architekt Alexander Ketzel. Dafür soll das große Vordach am Eingang genutzt werden. Die Kosten werden auf 249 000 Euro geschätzt, davon sollen 219 000 durch einen erwarteten Zuschuss gedeckt werden.

Schwieriger ist indes ein Bistro beim Melanchthon-Gymnasium zu realisieren. Hier entschied sich der Ausschuss dafür, die Planung in zwei Teile zu trennen: Erweiterungen für den Ganztagsbetrieb und weitere Änderungen zur räumlichen Optimierung. Für die Hebelschule legte Architekt Jürgen Fetzner Skizzen für den Mensa-Pavillon vor, die den Ausschuss überzeugten. Er empfiehlt daher dem Gemeinderat, den Planungsauftrag zu vergeben. Von den auf 520 000 Euro geschätzten Kosten werden 446 000 Euro als Zuschuss erwartet.
Im Falle der Max-Planck-Realschule nahm der Ausschuss die Planung des Architektenbüros wfp zur Kenntnis. Aufgrund des zwischenzeitlich geäußerten Bedarfs auch dieser Schule auf Ganztagsbetrieb soll bis zur Sitzung des Gemeinderats am 29. Juni geprüft werden, welche planerischen Möglichkeiten bestehen und zu welchen Kosten dies führen würde.

Die Sitzung des Ausschusses war geprägt von der bevorstehenden Wahl. Angesichts eines Flugblattes, das den beiden großen Parteien „katastrophale Schuldenpolitik“ vorwirft und dazu aufruft, parteilose Kandidaten zu wählen, stellte OB Metzger eingangs die Frage, ob man die Sitzung nicht verschieben solle. Metzger sprach von einer vergifteten Stimmung, die einer sachlichen Entscheidungsfindung nicht dienlich sei. Er wetterte gegen „schlecht informierte Besserwisser“ und wies darauf hin, dass fast alle Gemeinderatsbeschlüsse entweder einstimmig oder mit überwältigender Mehrheit gefasst worden seien -„auch von jener Fraktion, die jetzt als Gralshüter der städtischen Finanzen auftritt.“

Sprecher der Fraktionen plädierten dafür, dennoch zu beraten. Die Wahl werde zeigen, was mehr zählt: Sacharbeit oder Sprücheklopfen, meinte Martin Judt (CDU). Gerfried Dörr (SPD) sagte, der Wähler könne durchaus zwischen Leistung und Stimmungsmache unterscheiden. Heidemarie Leins (FWV) sprach sich für die Beibehaltung der Tagesordnung aus. Jürgen Geist (LUB) bedauerte den „verunglimpfenden Wahlkampfstil mancher Listen“.

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