Erweiterung auf den Weg gebracht

Bretten (ira). Emotionsgeladen ging es in der vergangenen Gemeinderatssitzung im Rathaus von Bretten zu . Anlass für die zum Teil wenig sachlich geführte Diskussion war der Tagesordnungspunkt eins, die Erweiterung des Industriegebiets Gölshausen um Teilflächen des Rüdtwaldes. Die in diesem Zusammenhang vorgestellten Pläne der Verwaltung, die nicht bei allen Teilen der Beölkerung auf Zustimmung stoßen, waren auch Thema der jeder Gemeinderatssitzung vorangehenden Bürgerfragestunde. 6000 Unterschriften von Bürgern, die sich gegen eine Erweiterung, die die Abholzung eines Teils des Rüdtwaldes notwendig mache, aussprächen, dürfe man nicht ignorieren. Die Abholzung eines intakten Waldes sei einer der größten Umweltfrevel – waren nur zwei der Argumente, die von den Gegner der Erweiterung nicht immer in sachlicher Form vorgetragen wurden.

„Die Erweiterung des Industriegbietes Gölshausen ist für Bretten von substantieller Bedeutung, um langfristig Arbeitsplätze in Bretten zu sichern“, stellte Oberbürgermeister Paul Metzger seinen Ausführungen zur Sache voran. Bei jeder anderen, alternativen Standortwahl, wie zumBeispiel dem Diedelheimer Kreuz werde ein weitaus höherer Flächenverbrauch notwendig als die im Rüdtwald abzuholzenden 22 Hektar. Zudem biete das Industriegebiet Gölshausen die notwendige Infrastruktur für eine Erweiterung, ergänzte er.
Konkret wurde die Variante zwei von Seiten der Verwaltung favorisiert. Das bedeutet eine Erweiterung des Industriegebiets Gölshausen im nördlichen Bereich des Rüdtwaldes auf einer Fläche von 22 Hektar. Zunächst gehe es um die Schaffung von Planungsrecht, noch lange nicht um den Einsatz des erste Baggers , führte der Oberbürgermeister an.
Über die Erweiterung des Industrieareals in nördlicher Richtung stimmte der Gemeinderat letztendlich ab. Mit 19 Jastimmen, einschließlich der des Stadtoberhauptes, und acht Gegenstimmen fiel die auf Antrag von Heidemarie Leins (FWV) namentlich erfolgte Abstimmung zugunsten der Erweiterungspläne aus.
Der Ortschaftsrat von Gölshausen hatte sich in einer zuvor stattfindenden Sitzung gegen eine Erweiterung ausgesprochen. Bretten habe sein Industriekonzept weitgehend auf dem Rücken eines Ortsteils ausgebaut. Noch mehr Industrie vertrage Gölshausen nicht, erläuterte Ortsvorsteher Manfred Hartmann den Entscheid des Gremiums. Zustimmung und damit ein positives Votum fanden die Pläne sowohl bei weiten Kreise der CDU- wie auch der SPD Fraktion. Man spreche sich eindeutig für die Sicherung von Arbeitsplätzen aus. Eine Alternative zum Rüdtwald sehe man nicht, sagte Martin Judt(CDU). Wenn man für die Stadt das Beste tun wolle, müsse man das Gebiet ausweisen. „Wir tun das für unsere Kinder und die Kindeskinder“, so Heinz Lang (SPD). Ein Nein kam von Seiten der freien Wähler. Ebenfalls ein klares Nein formulierte die Fraktion der Grünen. Zum einen sei man gegen den Standort, zum anderen wolle man mit einem Industriegebiet nicht in Konkurrenz zu anderen Gemeinden treten, erläuterte Harald Müller (Grünen).

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