Schlussrechnung bringt viele in die finanzielle Nöte

Stadtwerke räumen sogar Ratenzahlung ein:

Bretten (gm). Post von den Stadtwerken gab es in den vergangenen Tagen – und die brachte manche unangenehme Überraschung und sorgt gegenwärtig für Aufregung. Denn Gaspreiserhöhung und Stromtarifänderungen lassen viele beim Blick ins ohnehin gebeutelte Portemonnaie zusammenzucken. Bis zu 700 Euro und mehr müssen Familien mit der Jahresschlussrechnung begleichen – kaum machbar für alle, die bei knappem privatem Budget mit jedem Cent rechnen müssen. Die Stadtwerke zeigen sich kulant. „Wir haben in Härtefällen schon eine ganze Reihe von Ratenvereinbarungen getroffen,“ weist Stadtwerkechef Stephan Kleck auf die Möglichkeit hin, den hohen Betrag abzustottern.

Die Abschlussrechnung, macht Kleck deutlich, beinhaltet in ihrer Endsumme aber nicht nur die Nachzahlung für das vergangene Jahr bei Strom, Wasser und gegebenenfalls auch Gas. Mit enthalten ist ebenso ein Abschlag für den Dezember 2002, sodass je nach Ablesetermin bis zu 13 Monate abgerechnet sein können: „Der 15. Januar war der Abschlagtermin für den Monat Dezember – und das kommt jetzt zusammen mit der Schlussrechnung.“
Kleck macht auch den kalten Winter für höheren Stromverbrauch und den heißen Sommer für gestiegenen Wasserverbrauch mitverantwortlich.
Trotzdem schlagen besonders die Gaspreiserhöhung (2002 lag der Preis bei 3,0 bis 3,35 Cent pro kwh, 2003 bei 3,3 bis 3,55 Cent pro kwh ), aber auch die Preisanpassung bei Strom deutlich zu Buche. „Betroffen sind in erster Linie alle diejenigen, die mit Gas heizen. Aber für diese Rechnungen kamen im vergangenen Jahr viele Faktoren zusammen,“ weiß Kleck, der verspricht: „Solche Nachzahlungen wird es in Zukunft nicht mehr geben. Wir haben das Abrechnungssystem umgestellt. Wir werden vom 1.1. bis 31. 12. exakt abrechnen. Das bedingt, dass wir einen anderen Abrechnungszeitpunkt haben.“ Kleck rechnet damit, dass nicht zuletzt auch auf Grund des auf der Basis der Schlussrechnung kalkulierten monatlichen Abschlags „viele eine Gutschrift bekommen.“
In Fällen, in denen die Schlussrechnung nicht mit einer Einmalzahlung zu bewältigen ist, signalisieren die Stadtwerke Bereitschaft, den Betrag zu stückeln. „Wir haben Verständnis, wenn uns jemand plausibel machen kann, dass er das Geld nicht auf einmal aufbringen kann,“ so der Stadtwerkechef. „Wir haben bereits eine ganze Reihe von Ratenverträgen abgeschlossen und verzinsen das Geld in diesem Fall auch nicht.“

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