Umgehung ist viel früher als geplant fertig

Bretten-Gölshausen.
Das jahrzehntelange Warten der Gölshäuser Bürger auf ihre Ortsumgehung hat überraschend früh ein Ende: „Noch in diesem Herbst werden wir mit den Arbeiten fertig sein“, erklärte Joachim Wiedemann, der für die B 293 zuständige Bauleiter beim Straßenbauamt Karlsruhe, gestern auf Anfrage gegenüber den BNN. Ob die Straße noch im Oktober oder erst Anfang oder Mitte November offiziell für den Verkehr freigegeben wird, werde in den zuständigen Verkehrsministerien in Berlin und Stuttgart entschieden.

Als Hauptgrund für die ungewöhnlich frühe Fertigstellung – ursprunglich war diese erst für Frühjahr/Sommer kommenden Jahres vorgesehen – nannte Wiedemann die „optimale Witterung der letzten Monate“. Der trockene Sommer sei für die Bodenarbeiten hervorragend gewesen. Hinzu kam laut Wiedemann, dass auch die Arbeiten an der zweiten Brücke viel schneller als vorgesehen vonstatten gegangen seien.

Oberbürgermeister Paul Metzger zeigte sich einerseits erfreut darüber, dass der Gölshäuser Ortskern demnächst vom Durchgangsverkehr befreit werde, verwies aber im gleichen Atemzug darauf, dass damit die Verkehrsproblematik noch nicht gelöst sei. „Ich gehe davon aus, dass uns die provisorische Einmündung im Bereich Gölshäuser Dreieck noch einige Probleme bereiten wird.“ Es gelte nun, rasch den Ausbau der B 35 Richtung Alexanderplatz voranzutreiben, damit die B 293 direkt an die – dann vierspurige – B 35 angebunden werden könne.

Der Verwaltungschef befürchtet, dass viele Ortskundige nicht die – auf Grund ihrer Anbindung recht umständliche – Umgehung nutzten, sondern „Schleichwege“. Um dem entgegenzuwirken, kündigte Metzger an, die Zufahrt vom Gölshäuser Dreieck Richtung Ortsmitte Gölshausen voll zu sperren. „Da machen wir dicht.“ Die Zufahrt nach Gölshausen ist dann nur noch über den großen Bogen der Umgehung möglich, was nicht nur die Bewohner des Wohngebietes Kupferhälde Nord ärgern dürfte.

Zudem gebe es derzeit Überlegungen, die Römerstraße für den Querverkehr zu schließen. Metzger: „Wir wollen alles versuchen, um, eine unnötige Belastung der Anwohner zu minimieren.
Thilo Kampf

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